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Veranstalter Werner Purkhart

Movida war ein Jugendfestival, das in den Jahren 2009 bis 2012, und zwar erstmals von 20. bis 25. Juli 2009 im Salzburger Volksgarten stattfand.

Vorgestellt

"Finanzfallen für Jugendliche", "Ernährung", "Journalismus", "Philosophie", "Politik" - das ist nur eine kleine Auswahl der mehr als 40 Workshops, die vom 20. bis zum 25. Juli 2009 im Salzburger Volksgarten angeboten werden. Dazu gibt es noch Lesungen und Livekonzerte aus der elektronischen Musikszene.

Der Volksgarten wird dann einer Zeltstadt ähneln und Movida heißen. Movida ist übrigens keine Abkürzung eines neuen, freigeistigen Schulsystems. Es handelt sich um das Nachfolgefestival der Unite-Parade. Die trug Werner Purkhart im Vorjahr in Würde zu Grabe. "Weil sie immer sinnentleerter wurde", sagte er damals den SN, dann zog sich der praktizierende Buddhist wochenlang nach Tibet zurück und kam mit einer Idee zurück: "Wir müssen den Jugendlichen Inhalte vermitteln", sagt er. "Und das geht nur, wenn sie Spaß dabei haben." Gemeinsam mit der Stadt Salzburg (Jugendkoordination und Kulturamt), der Stiftung Mozarteum und dem Museum der Moderne stellte er in einem atemberaubenden Tempo ein hochkarätiges Programm auf die Beine. Auch die Salzburger Firmen Red Bull, Trumer Bier und Salzburger Sparkasse konnte er als Sponsoren gewinnen.

Das Herzstück der Zeltstadt im Volksgarten wird ein großes "Chillout-Zelt" sein, wo es gesundes Essen und philosophische Vorträge gibt (unter anderen: Thomas Herdin zum Thema "Kulturen verstehen").

Am Erfolg des Festivals zweifelt Purkhart keine Sekunde. Er wisse aus seiner Erfahrung als Clubbing-Veranstalter ("Otherland"), dass die Jugend von heute äußerst wissbegierig sei. "Die geistige und körperliche Aktivität ist bei allen vorhanden", sagt er. "Das Einzige, was vielen fehlt, ist Inspiration."

Purkhart gelang es übrigens auch, sämtliche Workshops (von BMX bis Yoga) kostenlos anzubieten. Womit er wohl für Salzburgs Jugendliche endgültig zum "Unterrichtsminister der Herzen" aufsteigen dürfte. Förderungen vom Bund gibt es bislang keine. Von der EU auch nicht. Aber zumindest die Absage sei lustig gewesen: "Die haben geschrieben, mein Projekt ist zu groß", sagt Purkhart. Zu groß für Brüssel? Das muss auch erst mal einer schaffen.

Quelle