Museum der Geschichte der Rüstungen, Geschütze und Handwaffen

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Das große Zeughaus vom Burghof gesehen
Modelldarstellung der Fachhochschule Salzburg
Am Beginn der Umbauarbeiten im November 2018

Das Museum der Geschichte der Rüstungen, Geschütze und Handwaffen ist ein Museum in der Festung Hohensalzburg am Festungsberg in der Altstadt von Salzburg.

Beschreibung

2018/2019 entstand im großen Zeughaus im Burghof. Seit mehr als einem Jahr liefen auf der Festung große Umbauarbeiten. Dabei wurde das historische Zeughaus in seine ursprüngliche Größe zurückgebaut. Die neue Ausstellung zeigt die Entwicklung des Festungsbaus mit der Einführung der Feuerwaffen. Der Startschuss für den Umbau erfolgte bereits Anfang November 2018. Eröffnet wird das Museum im Juni 2019.

jahrhundertelang wurden im großen Zeughaus für den Ernstfall Geschütze, Rüstungen und Handwaffen gelagert. Im Laufe der Zeit wurde dieses "Zeug" verkauft oder verschwand in den dunklen Kanälen der Geschichte. Damit verloren die Zeughäuser ihre ursprüngliche Bedeutung. Aus dem ersten Zeughaus der Festung wurde die Burgschenke, aus dem zweiten eine Garage mit Werkstätte und aus dem dritten das Festungsrestaurant.

Aus der genannten Garage wurde nun das Museum. Bereits 2013 gab es Pläne des Landes dort ein Sound of Music Museum zu errichten. Damals wurde die Planung bis zur Baugenehmigung abgeschlossen, die Errichtung jedoch gestoppt, da ein geeigneter Standort im ehemaligen Salzburger Barockmuseum im Mirabellgarten gefunden wurde. "Die Idee das alte Zeughaus jedoch wieder in seine ursprüngliche Form zurück zubauen war und ist sehr gut - doch in dem Gebäude auch die historische Nutzung zeigen zu können - ist noch besser", sagt Max Brunner, Geschäftsführer der Salzburger Burgen & Schlösser Betriebsführung (SBSB).

Räume der alten Garage werden neu organisiert

Durch eine Neuorganisation der Räume wird aus der Garage wieder ein Zeughaus. Dieses erzählt die Geschichte der Geschütze, Rüstungen und Handwaffen auf der Festung. Neben deren Entwicklung wird auch die Auswirkung der Kriegstechnik auf den neuzeitlichen Festungsbau dargestellt. Anhand von interaktiven Modellen können Besucher die verschiedenen Möglichkeiten von Angriff und Verteidigung auf einer mittelalterlichen Burganlage selbst ausprobieren.

Die Gesamtkosten für die bauliche Sanierung und das Museumskonzept betragen rund 1,5 Millionen Euro.

Der Startschuss für die Umbauarbeiten erfolgte bereits Anfang November. Zuerst wurden Zwischenwände aus den 1960er-Jahren entfernt. Derzeit erkunden Archäologen und Bauforscher die Details der historischen Bausubstanz. Ab Jänner 2019 wird die gesamte Haus- und Elektrotechnik installiert, ab März 2019 folgt der Innenausbau und der Einbau der Museumseinrichtung. Eröffnet wird das neue Zeughausmuseum voraussichtlich am 8. Juni 2019, anlässlich des 500. Todestages des Fürsterzbischofs Leonhard von Keutschach und der Inthronisation seines Nachfolgers, Fürsterzbischof Kardinal Matthäus Lang von Wellenburg.

Wichtiger Schritt für Barrierefreiheit auf der Festung

Positiv wirkt sich das Bauprojekt auch auf die Barrierefreiheit der Festung aus. Bisher war für Menschen im Rollstuhl nur die Panoramaterrasse der Festung uneingeschränkt zugänglich. Durch einen neuen Aufzug im Glockenturm haben sie künftig Zugang zum Burghof, zur Taverne, zur Kuenburgbastei und natürlich zum neuen Museum.

Bildergalerie

Quelle