Musikinstrumente-Museum der Völker

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Musikinstrumente-Museum der Völkers, 1:39 min Video
Besitzer und Sammler Askold zur Eck
Besitzer und Sammler Askold zur Eck (links) mit Kulturreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn anlässlich eines Besuches im Sommer 2018
Im Museum
Im Museum
Im Museum

Das Musikinstrumente-Museum der Völker ist ein Museum in Salzkammergut-Gemeinde St. Gilgen am Wolfgangsee im östlichen Flachgau.

Geschichte

Das Musikinstrumente-Museum ist eines der 120 regionalen Museen und Sammlungen in Salzburg. Askold zur Eck hat hier mit seiner Familie eine Schatzkammer und einen Wissensspeicher geschaffen, der erlebens- und hörenswert ist. Untergebracht ist es im ehemaligen Gebäude der Volksschule St. Gilgen.

Seit mehr als 50 Jahren sammelt die ganze Familie zur Eck schon die kuriosesten Stücke. Das Landes-Medienzentrum (LMZ) hatte im Sommer 2018 mit dem Musikliebhaber, der mit drei Jahren bereits Cello und Blockflöte spielte, über seine „Schätze“ und seine Leidenschaft zu den unterschiedlichsten Kulturen gesprochen.

LMZ: Wie kommt man zu 5 000 Musikinstrumenten aus aller Welt?

Askold zur Eck: Der Anfang liegt sicherlich bei meinen Eltern. Beide haben am Mozarteum studiert. Mein Vater war Opernsänger, meine Mutter Musiklehrerin und dabei ist das Interesse an Musik, an Kulturen, an Menschen entstanden. Das war 1962. Und so ist ein Instrument zum nächsten gekommen, bis es ein Museum war.

LMZ: Woher kommen die Exponate?

Zur Eck: Sie kommen von allen fünf Kontinenten. Wir haben viele aus Indien, Nepal, Tibet, Südamerika, Vietnam, Thailand, der Türkei, Afrika, Australien und so weiter.

LMZ: Haben Sie persönlich ein Lieblingsinstrument?

Zur Eck: Das kann ich so nicht sagen. Jedes hat seinen eigenen Charakter, eigenen Ausdruck. Da kann ich mich nicht entscheiden.

LMZ: Woher kommt diese Leidenschaft? Was fasziniert Sie so sehr?

Zur Eck: Ich kann mich erinnern, wir waren sehr klein und dürften immer alle Instrumente in die Hand nehmen. Es wurde uns klargemacht, dass das etwas ganz Besonderes ist. Instrumente anzuschauen, ist wunderschön. Sie sind Kunstwerke, aber das Eigentliche ist die Musik und das Gefühl, das man beim Spielen hat und fasziniert. Das spannende ist, dass man unsere Instrumente in anderen Ländern auch findet, sie sehen anders aus, aber gehören zur gleichen Familie wie bei uns. Zum Beispiel in China gibt es die Gu-Zheng. Das ist eine riesige Zither, die ungefähr zwei Meter lang und gewölbt ist. Wenn man schaut, wie wird in Indonesien ein Wirbel gebaut, womit man die Saite spannt, und wie sieht das in Afrika aus. Das ist wunderbar.

LMZ: Was ist das älteste Instrument hier im Museum?

Zur Eck: Das älteste ist eine Kopie einer Tonflöte, die 2500 Jahre alt ist. Ein Freund aus Südamerika hat sie mit einem portablen Röntgengerät gescannt und nach den Bildern angefertigt. Das Original befindet sich in Lima, die einzige Kopie haben wir hier bei uns.

LMZ: Gibt es Instrumente, die Ihnen noch fehlen?

Zur Eck: Oh ja, jede Menge und das ist auch gut so, sonst müsste ich ja aufhören zu sammeln. Aber was mir aber definitiv fehlt, ist der Platz.

Das Museum

Der „Singing Stone“ aus Südindien. Eine Bambusflöte „Pi Pap“ aus Vietnam. Die Schildkröten-Gitarre „Gumbri“ aus Tunesien. Die Mundorgel „Khen“ aus Thailand. Eine Bambuspfeife „Hu Lu Si“ aus China. 5 000 außergewöhnliche Exponate aus aller Welt hat Askold zur Eck bereits gesammelt und präsentiert sie mit Stolz im „Musikinstrumente Museum der Völker“ in St. Gilgen.

Davon spielen kann der Sammler rund die Hälfte und die Besucher sind vom musikalischen Multitalent schlichtweg begeistert.

Das Musikinstrumente-Museum der Völker lädt zu einer musikalischen Weltreise ein, von St. Gilgen einmal um die ganze Erde. Sie begegnen fremden Ländern, Landschaften und Volksstämmen, Menschen und deren Musik, Bräuchen und Kulturen. Hier gibt es etwas zu sehen und zu hören. Dies alles können Sie in einer für Sie zusammengestellten Führung erleben. Kleine Vorträge, Improvisationskreise und gemütliche Museumsabende sollen diese Eindrücke noch intensiver erlebbar manchen.

Kontakt

Telefon: (0 62 27) 82 35
Mobiltelefon: (06 76) 30 58 148
E-Mail: con.takt@at

Öffnungszeiten

1. Juni–15. Oktober: Dienstag bis Sonntag von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr und 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr
16. Oktober–30. November: auf Anfrage
1. Dezember–6. Jänner: Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
7. Jänner– 31. Mai: Montag bis Donnerstag von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr und 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Freitag von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr und Sonntag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Bildergalerie

weitere Bilder

 Musikinstrumente-Museum der Völker – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblinks

Quellen