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Niki Seifert

Niki Seifert

Niki Seifert (* 4. Jänner 1964) ist Tanzschulbesitzer und Tanzlehrer.

Vorgestellt

Auf den ersten Blick erinnert Niki Seiferts Tanzschule im fünften Stock des Kieselgebäudes an eine Szenebar. Außer einer weitläufigen Bar und den gemütlichen Tischen ist hier aber auch viel Raum, der zur Bewegung einlädt. "Die Gastronomie bietet heute leider solche Räumlichkeiten nicht mehr", sagt er wehmütig. Dort herrsche eben die Devise: "Platz ist Geld." Was schade sei: Denn Tanzen und gutes Benehmen würde die Lebensqualität unserer Gesellschaft sicher fördern. Man könne es sogar mit der Geflügelzucht vergleichen. Auch da sei ja folgende Entscheidung zu treffen: "Käfighaltung oder freilaufende Hühner."

Dass er einmal Salzburgs größte Tanzschule führen würde, habe er sich übrigens als Jugendlicher nie träumen lassen. "Ich war immer nur an Pflanzen interessiert", sagt er. Sogar ein Botanik-Studium hat er begonnen.

In das Tanzen sei er quasi reingerutscht. Seifert begann als Vertreter eines Tanzlehrers in der Salzburger Tanzschule Moll. "Auf einmal kam der Tanzlehrer gar nicht mehr. Also bin ich geblieben", sagt er. 1990 hat er dann in Wien die Endprüfung der Ausbildung zum österreichischen Tanzlehrer abgelegt.

Seine Karriere verlief eigentlich wie bei einem Rockstar. "Ich bin mit meiner Tanzschule mit dem Koffer in der Hand durch das Land getourt und habe in Gasthöfen und Turnhallen unterrichtet", erinnert er sich. In Salzburg begann er im Harrer-Saal. Seine Tanzschule wanderte dann über die Vierthalerstraße in die Strubergasse, bis er endlich im fünften Stock des Kieselgebäudes angekommen war.

Dort hat er auch jene 194 jungen Paare zu Tänzern mit gutem Benehmen geformt, die am 15. Jänner 2011 mit Herzklopfen zur Eröffnung des Debütantenballs in der Brandboxx zum Radetzkymarsch antreten werden.

"Für die Jugendlichen ist das sicher ein großer Tag. Aber ich glaube, deren Eltern sind noch nervöser - und am meisten bin sowieso immer ich aufgeregt", verrät er. Die Frage, was eine gute Tanzschule ausmacht, beantwortet er mit einem Augenzwinkern: "Die Männer müssen eine Gaudi haben und die Frauen muss man charmant davon überzeugen können, dass ihr Mann zumindest eine Zeit lang die Führung übernehmen soll." Ein weiterer Beweis dafür, dass die Etikette imstande ist, Naturgesetze aufzuheben.

Quelle