Radioaktive Mineralien

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Im Bundesland Salzburg kommen an mehreren Fundorten radioaktive Mineralien vor.

Radioaktive Mineralien

Die bekanntesten radioaktiven Mineralien sind Autunit, Brannerit, Carnotit, Monazit, Torbernit, Thorit, Uranocircit, Uranophan, und Uraninit (Uranpecherz, Pechblende).

Uraninit oder Uran(pech)erz, Pechblende

In Salzburg ist vor allem das Uranpecherz zu erwähnen. Es bildet sich hydrothermal auf Erzgängen, magmatisch in granitischen Pegmatiten und es kommt auch in Sedimentgesteinen vor.

Vorkommen im Bundesland Salzburg

Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit werden hier die bekanntesten Fundbereiche radioaktiver Mineralien und vor allem des Uraninit erwähnt. Es sind dies der Kupfererzbergbau am Mitterberg in Mühlbach am Hochkönig, das Gemeindegebiet von Badgastein, in dem neben der Halde unterhalb des Mundlochs des Gasteiner Heilstollen auch an mehreren anderen Stellen uranhältige Mineralien aufgespürt wurden, sowie Forstau. Dort kommt die Uranvererzung in der unterostalpinen Forstauserie der Radstädter Decken in Serizit-Quarzitschiefern alpinen Perms vor.

Weitere Fundstellen sind im Kaisererbruch in Rauris, in dem der Rauriser Naturstein gewonnen wird, und im Färbergraben bei Werfen. Aber auch im Hüttwinkltal in Rauris und in Tweng im Lungau gibt es Uranpecherz-Vorkommen.

Sowohl im Haus der Natur in der Stadt Salzburg, als auch im Bergbaumuseum und Schaustollen Mühlbach am Hochkönig sind Uranerzmineralstufen ausgestellt.

Quellen

  • Walter Schumann, Der neue BLV Steine- und Mineralienführer, BLV Verlagsgesellschaft mbH, München, 1997
  • Albert Strasser, Die Minerale Salzburgs, HG Albert Strasser, Salzburg 1989
  • Petr Korbel und Milan Novak, Mineralien-Enzyklopädie, HG Edition Dörfler im Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim