Rallye Dakar

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Matthias Walkner, 2018, als erster österreichischer Sieger der Rallye Dakar
Matthias Walkner, 2018, auf der 12. Etappe
Rallye Dakar 2017, von links: Matthias Walkner, Sieger Sam Sunderland (GBR) und Gerard Farres Guell
Rallye Dakar 2017, Matthias Walkner (links) und der Sieger Sam Sunderland (GBR)

Bei der Rallye Dakar geht es jedes Jahr im Jänner über 8 000 bis 9 000 Kilometer durch verschiedene Länder in der südlichen Hälfte Südamerikas. An dieser Motorsportveranstaltung nehmen Automobile und Motorräder teil. Sie gilt als härtestes Motorsportrennen der Welt.

Name

Den Namen hat die Veranstaltung von ihrer ursprünglichen Streckenführung von Paris in Frankreich nach Dakar in Westafrika. Diese Veranstaltung wurde bis 2007 auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen, 2008 wegen Terrorgefahr abgesagt und wurde nun seit 2009 in Südamerika gefahren. Nach elf Auflagen in Südamerika fand berühmt-berüchtigte Rallye 2020 erstmals in Saudi-Arabien stattfinden.[1]

Die Rallye Dakar und Salzburg

2018 gelang es dem Salzburger Matthias Walkner als ersten Österreicher diese als schwerste Rallye der Welt bezeichnete Motorsportveranstaltung in der Motorradklasse auf KTM zu gewinnen. Dieser Artikel gibt eine Übersicht über die Rallye-Dakar-Rennen, an denen Matthias Walkner bisher teilgenommen hatte.

Die Rennen

2015

Erste Etappensieg

Im Jänner 2015 startete Matthias Walkner erstmals bei der Rallye Dakar in Südamerika, die als härteste, bedeutendste Langstrecken- und Wüstenrallye der Welt gilt. Er sollte als Debütant im KTM-Werksteam Erfahrung sammeln. Der Salzburger gewann zur Überraschung aller auf seiner KTM die dritte Etappe dieses Traditionsrennens von San Juan nach Chilecito. Walkner distanzierte auf den 220 Wertungskilometern in Argentinien den zweitplatzierten spanischen Titelverteidiger und Vierfach-Sieger Marc Coma (KTM) um 40 Sekunden. Es war der erste Etappensieg eines Österreichers bei der Rallye Dakar seit 15 Jahren, als Heinz Kinigadner im Jahr 2000 eine Motorrad-Etappe gewonnen hatte. Im weiteren Verlauf der Rallye stellte sich Walkner als schneller Fahrer heraus (eine weitere Top-Tagesplatzierung), der hauptsächlich im Bereich „Navigation“ Verbesserungspotential aufwies. Nach der neunten Etappe musste er die Rallye Dakar wegen einer Erkrankung vorzeitig beenden.

Die starke Leistung in Argentinien ließ Walkner im März 2015 fix für drei Jahre zum KTM-Werksfahrer aufsteigen.

2016

Bei seinem zweiten Antreten bei der Rallye Dakar 2016 hielt sich Walkner auf den schnellen Sonderprüfungen zwar etwas zurück, wahrte aber den Anschluss an die Spitzengruppe. Auf den ersten beiden schweren Etappen, wo die Navigation ein wesentlicher Bestandteil des Rennens wurde, konnte er sich bis auf Rang 3, rund drei Minuten hinter dem Gesamtführenden, vorarbeiten. Zu Beginn der siebten Etappe stürzte Walkner am 9. Jänner 2016 jedoch schwer und musste das Rennen aufgeben. Er wurde mit Verdacht auf Oberschenkelbruch in ein Bolivianisches Krankenhaus eingeliefert.[2]

2017

2017 ging Matthias Walkner neuerlich an den Start und setzte sich zum Ziel, unter die Top 5 zu kommen. Am 14. Jänner, zwölf Tage nach dem Start und mehr als 9 000 km, erreichte er schließlich Platz 2 und ist damit der erste Österreicher auf dem Podium bei der Rallye Dakar.

2018

Bei der Rallye Dakar 2018 ging es in 14 Tage über 8 800 Kilometer von Lima aus durch Peru, Bolivien nach Argentinien. Am 6. Jänner 2018 startete Matthias Walkner zur 40. Ausgabe der Rallye Dakar. Er hatte schon „extrem viel” bei der Rallye erlebt. Walkner sah „doppelt und dreifach”, schlief in einem Polizeiauto, umkurvte Eselherden und fuhr zu seinem ganz persönlichen Kältepol. Harte Erfahrungen, die dem 31-Jährigen halfen, als er sich zum vierten Mal in den Sattel seiner KTM schwang. Denn nach Platz zwei 2017 wollte Walkner diesmal zum Sieg fahren.[3] Am 20. Jänner 2018 konnte er sein Ziel erreichen und beendete die Rallye mit einem Vorsprung von 16 Minuten und 53 Sekunden als Sieger.[4]

Es waren knapp 9 000 Kilometer in 14 Etappen. Davon rund 4 500 Kilometer auf sieben Etappen in Wüstengelände und off road, die auf Zeit gefahren werden musste. Die restlichen Kilometer waren Verbindungsfahrten, die gemäß geltenden Rallye-Bedingungen in einer bestimmten Zeit gefahren werden mussten.[5]

Das Endergebnis 2018

  1. Matthias Walkner (AUT), KTM, 43:06:01
  2. Kevin Benavides (ARG), Honda, 43:22:54 +16:53
  3. Toby Price (AUT), KTM, 43:29:02 +23:01
  4. Antoine Meo (FRA), KTM, 43:53:29 +47:28
  5. Gerard Farres (ESP), KTM, 44:07:05 +1:01:04

Quelle press.ktm.com, abgefragt am 20. Jänner 2018

2019

Hauptartikel Rallye Dakar 2019

Bereits bei der zweiten Etappe feierte Walkner seinen ersten Etappensieg. Im Endergebnis wurde er Zweiter.

2020

Hauptartikel Rallye Dakar 2020

2020 findet die Rallye Dakar im Jänner in Saudi-Arabien statt.

Bilder

 Rallye Dakar – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblink

Quellen

  • Salzburgwiki-Artikel Matthias Walkner

Einzelnachweise

Rallye Dakar