Salzburggau

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Salzburggau Herrschaftsbereiche im Hochmittelalter.

Als Salzburggau bezeichnetet man ab dem 6. Jahrhundert den Salzburger Teil des bayerischen Stammesherzogtums. Der gleiche Name bestand bis 1803 für ein Gebiet, das die Stadt Salzburg, den späteren Tennengau, den späteren Rupertiwinkel und den späteren Flachgau umfasste.

Worterklärung

Gau ist eine Gebietsbezeichnung, die ab dem frühen Mittelalter verwendet wurde. Damit wurden Gebiete auch nach Gewässern benannt (zum Beispiel Attergau oder Mattiggau) oder nach Orten bzw. Gegenden wie der Chiemgau bzw. auch nach Bewohnern.

Gebietsbeschreibung

Der Salzburggau umfasste bis nach 1800 das Gebiet der heutigen Stadt Salzburg sowie Teile des heutigen Flachgaus, den spätere Rupertiwinkel (heute Bayern) das Saalachtal mit Bad Reichenhall bis zum Steinpass, den heutigen Tennengau bis zum Pass Lueg sowie das Gebiet der späteren Fürstpropstei Berchtesgaden (heute Bayern).

Im Süden des Salzburggaus lag die sogenannte „Salzburger Romania". Das war ein Gebiet, in der sich neben dem Bajuvarischen z. T. auch eine von den hier ansässig gebliebenen Romanen gesprochene lateinische Umgangssprache bis ins 10. Jahrhundert halten konnte. Dieses Gebiet erstreckte sich im Saalachtal bis nach Salinas (Reichenhall) und an der Salzach von Iuvavum (Salzburg) bis zum Pass Lueg.

Zur Karte

Die Karte stellt die Entwicklung der Grenzen zwischen Salzburg und Bayern dar. Darin sind neue Erkenntnisse (Stand April 2021) über die Grafschaft (Reichen-) Hall und die Hallgrafschaft, berücksichtigt. Diese wurden in den vergangenen Jahren von Dr. Johannes Lang erstmals näher untersucht, zuvor war die Existenz einer Grafschaft Reichenhall unsicher bzw. strittig.

Quellen