Schloss Staufeneck

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Nahaufnahme von der Ostseite des Schlosses Staufeneck
Schloss Staufeneck, Aufgang zum Schlosstor

Das Schloss Staufeneck befindet sich im Rupertiwinkel in Bayern zwischen Piding und Bad Reichenhall.

Geschichte

Das Schloss Staufeneck ist von den Herren von Staufeneck, den bedeutendsten Ministerialen der Grafen von Plain, um 1240 als Burg am Fuß des Hochstaufens erbaut worden. Dieser Platz eignete sich gut zur Überwachung der wirtschaftlich wichtigen Salzstraße und der Mautstelle in Mauthausen.

In den Jahren 1305/06 kaufte der Salzburger Erzbischof Konrad IV. von Fohnsdorf von den Herren von Staufeneck die Burg, welche um 1350 zum Sitz des Pfleggerichts Staufeneck wurde. Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach ließ die Burg 1506 bis 1513 erheblich verstärken und ausbauen. Sein „Rübenwappen“ findet sich auch über dem Haupttor. Dort findet sich auch die Inschrift: Ertzb(ischof) Leonhart zu Salzb(urg) hat das Slos paut und volbracht anno Dom(in)i 1513 Iar. Unter anderem wurde damals auf den Wehrmauern aufsitzend ein um die gesamte Anlage verlaufender gedeckter hölzerner Wehrgang errichet. Der von Leonhard von Keutschach geschaffene Bauzustand hat sich im Wesentlichen bis heute erhalten. Während der Bauernkriege 1525, aber auch während des Dreißigjährigen Krieges war die Burg von zahlreichen bewaffneten Soldaten gesichert.

Im Jahr 1594 wurden die salzburgischen Pfleggerichte Plain und Staufeneck zusammengelegt und das Schloss Staufeneck zum gemeinsamen Verwaltungssitz bis 1805. Seit 1870 befindet sich die Burg in Privatbesitz. Auch heute ist das Schloss in privaten Händen.

Historisches Schützenwesen im Pfleggericht Staufeneck

Im Jahr 2010 wurde in Piding in Bayern die "Schützen-Compagnie Stauffenegg" wiederbegründet. Die Nähe zu Salzburg und vor allem die früheren engen geschichtlichen Bezüge zu Salzburg waren für den Verein Anlass, nun auch dem Landesverband der Salzburger Schützen als Mitglied beizutreten. Offensichtlich steht dahinter auch das Bestreben, bestehende und bedeutende historische Wurzeln durch die Wiedergründung eines Traditionsvereines neu zu beleben.

Die Historie des Schützenwesens im salzburgischen Pfleggericht Staufeneck reicht bis in das Jahr 1526 zurück. Auf dem Wehrgang auf Schloss Staufeneck mussten vor allem die Pidinger Bauern laut Urbar von 1562 „wachten, wanns die Not braucht“. Sie waren auch verpflichtet die „allzeit einsitzenden“ Wildschützen zu bewachen. Die Untertanen durften zur Heimwehr einen „Thierspieß und eine Armbrust, nach altem Herkommen und Gesetz“ besitzen. Allerdings durften die einfachen Bauersleut, diese „Hauswehren“ nicht auf den Gassen und zum Kirchgang tragen. Aus dem Urbar von 1562 ist zu ersehen, dass sich zu Staufeneck beim Wirt zu Mauthausen eine Schießstätte auf „dem Schützenlandl“ war. Neben der Beteiligung am Vortelschiessen schossen die Schützen ein Salut bei kirchlichen Feiertagen wie Fronleichnam und bei weltlichen Veranstaltungen. Im Jahre 1766 erhielt die „Schützen-Compagnie Stauffenegg“ ihre Schützenfahne. Das Pfleggericht war in unterschiedliche Viertel eingeteilt.

Bildergalerie

Weblinks

Quellen