Schloßwirt Anif

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Der Schloßwirt Anif in der Flachgauer Gemeinde Anif (noch immer mit ß auf dem Hotelschild) erhielt schon 1607 das Schankrecht.

Geschichte

Sieben Kilometer vom Stadtzentrum Salzburg entfernt liegt das weithin bekannte Hotel vor den Toren der Stadt in der Gemeinde Anif. Es war ursprünglich ein den Salzburger Erzbischöfen gehörendes Bauerngut. Die Namen aller Erbrechtsinhaber dieses Gutes sind seit etwa 1380 bekannt.

Der Besitzer des Wasserschloss Anif, Alois Graf von Arco-Steppberg kaufte 1843 den Gasthof. Er war der Bruder des legendenumwobenen "Adlerjägers", dem Ludwig Ganghofer in seinem Roman "Schloß Hubertus" (mit scharfen ß) ein Denkmal setzte.

Schließlich erwarb Dr. Johannes Graf von Moy 1966 noch das dem Gasthof gegenüber liegende Gebäude, das Kramergütl und baute ihn in ein Gästehaus um. Eine wahre Institution wurden dann das Pächterehepaar Heimo und Hannelore Graf, deren Speisenkarten stets Schmankerl versprachen: Altsalzburger Knoblauchsuppe, hausgemachte Leberpastete, steirisches Schöpsernes, Zander in Krenrahmsauce, Schloßwirts Himbeernockerl und anderes. Darüber hinaus unterhielt Heimo Graf seine Gäste stets mit launischen Erzählungen aus der Geschichte Salzburgs und seines Hauses. Er hatte vom 1. Dezember 1964 bis Dezember 1997 den Schloßwirt gepachtet.

Vom Dezember 1997 bis zum Dezember 2002 wurde der Schloßwirt von Simone Maier geführt. Franz Schafelner war[en] vom 22. Jänner 2003 bis zum [2008?] Pächter. Am 3. September 2008 übernahm Josef Gassner den Betrieb, der von seiner Frau Petra geführt wird.

Besonderheiten im „Schloßwirt“

  • Das am Eingang hängende „Alabatakreuz“ soll alles Böse fern halten. Das rund 300jährige Original hängt im Stephansdom in Wien.
  • Die Uhr in der Gaststube stammt aus dem bayerischen Raum, funktioniert allerdings immer nur rund 18 Stunden.
  • Die Marmorplatten im Gang stammen vom damaligen „Kuhstall“.
  • Der „Schloßwirt“ wurde bei einer Ausschreibung von Betrieben, die älter als 200 Jahre sind, mit der „Goldenen Ehrenscheibe“ ausgezeichnet. Diese ziert nach wie vor den Eingangsbereich.

Quellen

Zwink, Eberhard (Hrsg.), Autoren: Dopsch, Heinz; Heger, Norbert; Heinisch, Reinhard Rudolf; Schlegel, Richard; Schlegel, Walter; Wagner, Franz; Walterskirchen, Gerhard und Zaisberger, Friederike: 900 Jahre Festung Hohensalzburg, Landesfest 4. bis 12. Juni 1977, Schriftenreihe des Landespressebüros, Salzburg 1977