Techno-Z

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Techno-Z Salzburg.
Techno-Z Studentenheim im Techno-Z Salzburg.
Techno-Z Bischofshofen im Ortsteil Bischofshofen Mitterberghütten.
Techno-Z Saalfelden am Steinernen Meer.
Datei:Techno-Z Mariapfarr.jpg
Techno-Z Mariapfarr.
Salzburg Research am Techno-Z; Zweigstelle der Universität Salzburg.
Der Schmetterlingstein vor dem Techno-Z.
Das Techno-Z in Salzburg-Itzling, südliche Ansicht mit der Science City Salzburg.

Das Techno-Z ist ein Verbund aus mehreren Technologiestandorten in Stadt und Land Salzburg.

Einleitung

Die Standorte von Techno-Z werden von der "Techno-Z Verbund GmbH", einem privatwirtschaftlich geführten Immobilienunternehmen betrieben. Schwerpunkte sind Infrastruktur-Management, Infrastruktur-Neuentwicklung, Netzwerk-Management für technologieorientierte Klein- und Mittelbetriebe, sowie die Unterstützung bei der Entwicklung von Unternehmen und Neugründungen. Die "Techno-Z Verbund GmbH" ist eine Tochtergesellschaft des Raiffeisenverband Salzburg.

Die großen Vorteile aller Techno-Z Standorte liegen im Angebot wirtschaftlicher Strukturen für technologieorientierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen, in der Bündelung regionaler Potentiale und der fachlichen Vernetzung. 2002 erwarb der Raiffeisenverband Salzburg die Techno-Z-Verbund GmbH.

Standort Techno-Z Salzburg

Der Standort in der Stadt Salzburg ist der erste Techno-Z Standort im Bundesland Salzburg und wurde im Jahr 1988 eröffnet. Die Schwerpunkte waren "Informations- und Kommunikationstechnologie", "Computertechnik" bzw. "Softwareentwicklung". Mittlerweile ist ein weitläufiger Campus entstanden mit über 100 technologieorientierten Unternehmen und Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen wie z. B. der Universität Salzburg, der Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH und dem Berufsförderungsinstitut Salzburg. Im Techno-Z Studentenheim stehen 150 Studentenappartements für Studierende zur Verfügung.

Entwicklung des Techno-Z

1978 Schaffung der Grundlagen

1978 wurde die Salzburger Betriebsansiedlungsgesellschaft als Reaktion auf die allgemeine Wirtschaftskrise errichtet. Besonderes Augenmerk legte die Gesellschaft auf die Ansiedlung von High-Tech Unternehmen. Mit konkreten Plänen für ein Gründer- und Technologiezentrum zählte Salzburg europaweit zu den innovativsten Regionen und schuf die institutionelle und organisatorische Grundlage für den heutigen Techno-Z Verbund.

1988–1998 Realisierung, Wachstum, Regionalisierung

1988 wurde mit dem Bauteil 1 in Salzburg-Itzling das erste Techno-Z eröffnet. Es zählte zu den ersten Technologiezentren Österreichs. Die Umsetzung des Techno-Z-Konzepts war Kern der Technologieoffensive des Landes Salzburg. Aufgrund der dynamischen Entwicklung im High-Tech-Bereich, der großen Nachfrage von Unternehmen, dem Ausbau von Bildungs- und Forschungsreinrichtungen folgte eine rege Bautätigkeit am Standort Salzburg. Hier entstand nach dem Prinzip "Arbeiten, Studieren & Wohnen" ein weitläufiger Campus. Parallel dazu wurden die Standorte in den südlichen Landesteilen errichtet und erweitert.

Innerhalb eines Jahrzehnts etablierte sich die Techno-Z Verbund GmbH als Holding mit weitreichenden Aufgaben. Mittlerweile ist sie für sieben Standorte und mehrere Aktionsfelder verantwortlich. Die Aufgaben reichen von Bauland- und Gewerbeflächensicherung bis zu Technologietransfer, Technologiemarketing, Innovationsberatung und Förderung, sowie dem Aufbau der Fachhochschule.

Eine wichtige Säule des Techno-Z-Konzepts war und ist die Verbindung von Unternehmern und Forschungseinrichtungen. 1988 startete der ersten Studiengang "Angewandte Informatik und Computerwissenschaften" der Universität Salzburg am Techno-Z. Das Techno-Z war damals auch Standort eines ersten Hochleistungsrechners. Bis zur Eröffnung des eigenen Institutsgebäudes der Computerwissenschaften (1994) fanden die Lehrveranstaltungen in den Bauteilen 1–3 statt.

Einen weiteren wesentlichen Schritt in Richtung hochqualifizierte Ausbildung unternahm Salzburg mit der Gründung der Techno-Z Fachhochschule 1995. Im Wintersemester 1995/1996 inskribierten die ersten Studenten im neuen FH-Lehrgang "Telekommunikationstechnik und -systeme". 1996/1997 wurde der zweite FH-Lehrgang "MultiMediaArt" geschaffen. Der Platznot wurde 1998 durch den Umzug in die neu errichteten Gebäude Techno 11–15 ein Ende gesetzt. Im gleichen wurde das Techno-Z Studentenheim um zwei weiter Gebäude erweitert. Insgesamt standen nun 150 Studenten-Appartements für Studierende zur Verfügung.

1999–2002: Privatisierung und Neuorientierung

Die zunehmende institutionelle und organisatorische Komplexität der Techno-Z-Holding erforderte eine Neustrukturierung. 1999 wurde eine Reorganisationsphase eingeleitet. Ziel war ein nachhaltiger, privatwirtschaftlicher Betrieb. Erste Schritte waren die Ausgliederung des Bereichs Forschung und Entwicklung an das Land Salzburg (heute Salzburg Research) und der Verkauf der Anteile an der Fachhochschule an die Wirtschaftskammer Salzburg.

2002–2005 Konsolidierung

Die Techno-Z Verbund GmbH konzentrierte sich auf die privatwirtschaftliche Führung aller Techno-Z-Standorte. Anfang 2002 übernahm der Raiffeisenverband Salzburg alle Eigentumsanteile von den bisherigen Gesellschaftern Salzburger Sparkasse, Salzburger Landes-Hypothekenbank AG und Volksbank und wurde Alleineigentümer.

Damit ergab sich auch eine personelle Veränderung in der Geschäftsführung: Mag. Werner Pfeiffenberger wechselte vom Raiffeisenverband Salzburg in die Geschäftsführung der Techno-Z Verbund GmbH.

Die aus dem ursprünglichen Techno-Z Verbund herausgelöste Technologieberatung übernahm die Innovations- und Technologietransfer GmbH (ITG), an der sich die Techno-Z Verbund GmbH 2003 beteiligte. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden ein Technisches Ausbildungszentrum (TAZ) am Standort Bischofshofen, ein HTL-Kolleg im Pongau, sowie die Ansiedlung des bfi Salzburg (Berufsförderungsinstitut der Arbeiterkammer) an Stelle der nach Puch-Urstein übersiedelten Fachhochschule Salzburg (FH Salzburg). Das bfi übersiedelte vom Gebirgsjägerplatz in der Stadt Salzburg in das Techno-Z Salzburg nach Itzling.

2005–2015 Strukturen für Wirtschaft und Wissenschaft

Anhand eines modernen Facility Management-Ansatzes konzentrierte sich die Techno-Z Verbund GmbH auf das Angebot von optimalen Wirtschaftsstrukturen für technologieorientierte und innovative Klein- und Mittelbetriebe und Forschungseinrichtungen. Dazu zählten neben moderner Infrastruktur und zielgruppenorientiertem Standortmarketing auch die Führung eines Betriebsrestaurants (2005) und die Einrichtung einer ganztägigen Kinderbetreuungseinrichtung (2009) sowie die Ansiedlung des ersten Coworkinspace in Salzburg (2012). Seit der Ansiedlung des Happylab (2014) ist das Techno-Z Salzburg auch Treffpunkt der Salzburger Maker-Szene.

Ein zentraler Baustein der Wissens- und Innovationsstrategie von Stadt und Land Salzburg ist die Weiterentwicklung des Technologiestandorts rund um das Techno-Z Salzburg zur Science City Itzling.

Zahlen und Fakten

Techno-Z Standorte: Salzburg, Bischofshofen, Saalfelden am Steinernen Meer und Mariapfarr
Angebot vermietbarer Flächen (alle Standorte, Büro & Lagerflächen, Wohnungen, Studentenheim): 32 500 m²
Anzahl der angesiedelten Unternehmen und Forschungseinrichtungen (alle Standorte, Stand April 2021): 167
Anzahl der Beschäftigten (alle Standorte, April 2021): 1 282

Kunst

Auf dem Gelände des Techno-Z Salzburg stehen Kunstwerke des Neumarkter Künstlers Johann Weyringer.

Adresse Techno-Z Verbund

Techno-Z Verbund GmbH
Schillerstraße 30
5020 Salzburg

Geschäftsführung

Mag. Werner Pfeiffenberger MBA, Hermann Huber

Techno-Z Standorte

Techno-Z Salzburg (1988)
Schillerstraße 30
5020 Salzburg
Techno-Z Bischofshofen (1990)
Werksgelände 24–32
5500 Bischofshofen
Techno-Z Saalfelden (1990)
Leoganger Straße 51
5760 Saalfelden am Steinernen Meer
Techno-Z Mariapfarr (1999)
Bruckdorf 477
5571 Mariapfarr
Techno-Z Urstein (Eröffnung vs. 2022)
Wissenspark Urstein, Bauteil F
Urstein-Süd 15
5412 Puch bei Hallein

Weblinks

Quellen

  • Raiffeisen Salzburg
  • Techno-Z Internet-Infos
  • Festschrift 20 Jahre Techno-Z "302010" (2008), Autor: Ao. Univ.-Prof. Dr. Christian Dirninger, Hrsg: Techno-Z Verbund GmbH
  • Benutzer:Techno-Z