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Tierschutzverein für Stadt und Land Salzburg

Tierheim in der Karolingerstraße

Der Tierschutzverein für Stadt und Land Salzburg mit Sitz in der Karolingerstraße 13a in Salzburg-Maxglan ist ein Verein.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In der österreichisch-ungarischen Monarchie bildete sich im Jahr 1845 erstmals in Linz ein 'Verein gegen Tierquälerei' für die Gebiete von Oberösterreich und Salzburg. Nach der Erhebung Salzburgs zu einem eigenen Kronland wurde am 30. September 1896 der 'erste selbstständige Salzburger Tierschutzverein' gegründet, dem Wilhelm Freiherr von Blittersdorff als Präsident vorstand.

Die weitere Entwicklung zum Schutz der Tiere fand schließlich in dem Salzburger Landestierschutzgesetz, das im Jahre 1999 novelliert wurde, ihren Ausdruck. Es bedeutete einen entscheidenden Fortschritt, weil damit der Tierschutzverein nunmehr als soziale und caritative Einrichtung anerkannt wurde. Im Zusammenhang damit wurde dem Tierschutzverein für Stadt und Land Salzburg die Schutzverwahrung der Tiere übertragen, mit der er zugleich eine wichtige Aufgabe der öffentlichen Hand übernahm.

Sonstiges

Der Tierschutzverein für Stadt und Land Salzburg betreibt seit 1970 das Tierheim Salzburg.

Konflikt

Die im Jahr 2010 erhobenen Vorwürfe gegen den Salzburger Tierschutzverein, Tiere zu lange zu behalten, hatte die Bürgerliste Salzburg im November 2010 veranlasst, das Kontrollamt einzuschalten. Der Prüfauftrag hatte vor allem die Gebarung des Vereines in den Jahren 2007 bis 2010 zum Inhalt.

Das Kontrollamt stellte dem Verein in Bezug auf die Gebarung ein gutes Zeugnis aus. Die Gebarungsunterlagen waren vollständig und gut nachvollziehbar. Es bestehen - so das Kontrollamt - keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Gebarung (siehe F 16 / Seite 78). Der Prüfbericht zeigt allerdings auch auf, dass der Verein in den Jahren ab 2008 bis 2010 nicht mehr kostendeckend arbeiten konnte und Verluste gemacht hat. Der Jahresfehlbetrag betrug zuletzt 143.000 Euro. Das Eigenkapital verminderte sich im Prüfzeitraum um ca. 25 Prozent auf 860.000 Euro (siehe F 17 / Seite 79).

Die Stadt gewährt dem Tierschutzverein seit dem Jahr 2008 eine jährliche Unterstützung von 50.000 Euro zur Durchführung der Schutzverwahrung für die in der Stadt Salzburg aufgefundenen Tiere. Das Kontrollamt stellte dazu fest, dass auf Grund des Verwahrvertrages zwischen dem Verein und dem Land Salzburg, der mit 1. Jänner 2008 neu abgeschlossen wurde, keine Pauschalabgeltung mehr erfolgt, sondern jedes einzelne Tier abgerechnet wird. Diese Art der Abrechnung bringt dem Verein höhere Einnahmen, als die bis dahin gewährten Pauschalbeträge des Landes in Höhe von 20.000 Euro (siehe F9/ Seite 76). In diesem Zusammenhang wird weiter ausgeführt, dass sich das Land auf den Gesamtbetrag, den es für die Verwahrung der Tiere zu zahlen hätte, die Stadtsubvention anrechnen lässt. Damit trägt die Stadt - so das Kontrollamt in seinem Bericht - zumindest einen Teil der Verwahrungskosten, die nach dem Bundestierschutzgesetz das Land tragen müsste (siehe E 9 / Seite 76).

Eine der Hauptaufgaben des Vereines besteht darin, die von der Stadt Salzburg beschlagnahmten Tiere (z. B. gefährliche Hunde) zu verwahren. Die dafür zuständige Abteilung der Stadt, die MA 1 stellte in ihrer Stellungnahme zum Kontrollamtsbericht auch ausdrücklich fest, dass die Kooperation mit dem neu organisierten Tierschutzverein friktionsfrei (reibungslos) ist und der neue Vorstand sehr bemüht ist (siehe F 21 / Seite 81). Der Verein kümmert sich darüber hinaus nach dem Tierschutzgesetz um die Unterbringung von entlaufenen und abgenommenen Tieren (insbesondere Hunde und Katzen).

Dieser Aufgabe ist der Verein im Prüfzeitraum im Rahmen der räumlichen Kapazitäten und Betreuungsmöglichkeiten auch weitgehend nachgekommen, wenngleich die Behörde zeitweilig nicht alle Fundtiere und Verwahrungstiere aus der Stadt Salzburg unterbringen konnte (siehe Seite 50 des Berichtes).

Das Kontrollamt hält auf Seite 44 des Berichtes fest, dass die Behörden in der Vergangenheit des Öfteren die „zurückhaltende Vergabepraxis", kritisiert hat, die dazu führte, dass die Tiere länger im Tierheim waren und weitere Tiere nicht aufgenommen werden konnten. Es gab auch weder schriftliche Kriterien für die Vergabe von Tieren, noch Selbsterhebungsbögen oder Vormerklisten von Interessierten.

Mit Ende 2010 hat der Tierschutzverein laut Kontrollamt die Vergabe von Tieren verbessert (siehe Seite 50 des Berichtes). Seither werden Selbstauskunftsbögen und Infoblätter für Tierhalter an Interessierte ausgegeben und die Entscheidung über die Vergabe dokumentiert.

2011: Neuer Vorstand

Im Salzburger Tierheim bahnte sich im Winter 2010/11 ein Machtwechsel im Vorstand An. Eine Gruppe von Personen hatte sich rund um die Salzburger Anwältinnen Verena Riedherr und Silvia Maus gebildet, die „dieses[1] an die Wand gefahrene Schiff retten wollen“, so eine Aussage von Verena Riedherr. Im Februar 2011 kam es dann zur Gründung eines neuen Tierschutzvereins, des Neuen Salzburger Tierschutzvereins Theo, der als Mitglieder unter anderem die Tierheim-Tierärztin Eva Haberpeuntner und Salzburgs Tierärztekammer-Präsident Dietmar Gerstner aufweist.

Manfred Ehgartner von der Salzburger Tierrettung glaubte aber nicht an eine Veränderung im alten Vorstand. Wie er meinte, werden die alten Damen die Ämter niemals freiwillig räumen. So sollte auch ÖVP-Landesrat Sepp Eisl und Anwältin Riedherr um die Eigenarten und die Streitbarkeit der Tierschützer-Lobby Bescheid gewusst haben. Berichtet wurde von Unterredungen, „wo man völlig kritikresistent war und Beteiligte einem zwei Stunden lang kaugummikauend gegenüber saßen, ohne einen ernst zu nehmen.“ Eisl musste den Tierheim-Präsidenten Günther Mayrhofer persönlich ins Amt bitten, „weil Herr Mayrhofer nie erreichbar war und auf Anrufe nicht reagierte“, heißt es im Büro Eisl.

Mayrhofer wies alle Vorwürfe das Tierheim betreffend zurück. Er vertrat die Ansicht, dass sein Verein eine Ablöse von der Stadt Salzburg fordern könne. Diese sei die Grundbesitzerin, zahlte jährlich 50.000 Euro an das Tierheim an der Karolingerstraße und wollte im Frühjahr 2011 den Pachtvertrag kündigen, wie Vizebürgermeister Harald Preuner erklärte. Der Pachtvertrag liefe bis Ende 2011 und unter Einhaltung der Kündigungsfrist müsste der Verein im Juni 2012 ausziehen. Danach könnte der neue Verein um Verena Riedherr das Tierheim übernehmen.

Das Tierheim soll Geldspenden und Liegenschaften geerbt haben, sowie immer wieder auch wertvolle Bilder und Antiquitäten. Preuner bestätigte Gerüchte, wonach der Tierheim-Verein von der Stadt eine Ablöse fordern könnte, um das Feld zu räumen.

Daraufhin schrieb der Tierschutzverein für Stadt und Land Salzburg die ordentliche Jahreshauptversammlung für den April 2011 aus. Vieles deutete aber darauf hin, dass der alte Vorstand sich wieder wählen lassen will, normale Mitglieder nicht mehr aufgenommen wurden wie Verena Riedherr erklärte. Gerüchte, wonach das umstrittene Ehepaar Silke Werner und Andreas Pichler das Handtuch geworfen hätte und aus dem Vorstand ausgeschieden sei, stimmten nicht, wie Frau Werner energisch feststellte.

In den Medien gab es immer wieder Berichte, Pflegerinnen seien „lautstark gemaßregeltÄ“ worden, man habe mit ihnen vor allem durch „Zettel mit Anweisungen“ verkehrt. Für die Pflegerinnen waren der erste Stock und das Stiegenhaus tabu, dort befinden sich ein Büro und eine kleine Wohnung. Auch im Keller soll es abgesperrte Räume gegeben haben, für die nur die Leitung Schlüssel habe. Nachdem einige Pflegerinnen öffentlich über die Missstände geredet hatten, war deren größte Angst, vom alten Vorstand rausgeschmissen zu werden.

Bei der Jahreshauptversammlung wurde Eckehart Ziesel zum Tierschutzvereins-Präsident gewählt. Die Stadt Salzburg kündigte den Pachtvertrag. Es kam zur Entlassung von vier Mitarbeitern, nur eine Mitarbeiterin durfte bleiben, um neue Mitarbeiter einzuschulen, anschließend drohte auch ihr die Entlassung/Kündigung.

Dieser Teil des Artikels ist noch nicht vollständig, da noch entsprechende Quellenangaben fehlen.

Kontakt

  • Tierschutzverein für Stadt und Land Salzburg
  • Karolingerstraße 13a
  • 5020 Salzburg
  • Telefon und Telefax: (+43)-662-83 23 22
  • E-Mail: office@tierheim-salzburg.at - Verwaltung Tierheim
  • E-Mail: tiere@tierheim-salzburg.at - Büro Tierheim

Tierberatungen und -vergaben

  • Mittwoch -Sonntag: 13:00 bis 17:00 Uhr

Hundespaziergänge

  • Montag -Sonntag: 13:00 bis 17:00 Uhr
  • In dieser Zeit können Sie einen Hund zum Spazierengehen mitnehmen.

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

  1. Anmerkung: gemeint ist der Tierschutzverein