Trasslauf

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Trasslauf gilt als härtester Riesentorlauf und wird seit 1951 in Zell am See gefahren. Hermann Maier hielt bis 2011 den Streckenrekord.

Allgemeines

Immer im Jänner findet der Trasslauf auf der Trass statt. Dabei sind 4 150 m Piste, 1 080 Höhenmeter und bis zu 120 Tore bei einem der längsten, härtesten und steilsten Riesentorläufe zu bewältigen.

Die Trass ist eine schwarze Piste von der Schmittenhöhe ins Tal. Noch jetzt gilt sie als sehr schwierige Strecke. Früher war sie aus heutiger Sicht gruselig. Die Trass wurde 1938 in den Wald geschlagen. Sie war schmal und so steil, dass bis 1970 eine maschinelle Präparierung mit dem damaligen Gerät unmöglich war. Teile waren eine reine Buckelpiste. Erst in den 1980er Jahren wurde sie verbreitert und in den heutigen Zustand gebracht.

Der Trasslauf wurde 1951 erstmals veranstaltet. In Folge fuhren alle bekannten Skirennläufer wie Anderl Molterer, Toni Mark oder Toni Sailer bei der Veranstaltung mit. Nachdem 1963 die Durchführung eingestellt worden war, wurde das Rennen 1983 von Albert Schmidhuber von der Skischule Zell am See wiederbelebt. Bis 2011 hielt seit 1995 Hermann Maier mit einer Zeit von 3:47,12 Minuten (65,78 km/h Schnittgeschwindigkeit) den Streckenrekord. Dieser fiel jedoch am 22. Jänner 2011 durch den Saalfeldener Skilehrer Christopher Hörl mit 3:32,41 (70,33 km/h).

Die Teilnehmer des Trasslaufs erhalten je nach Zeitrückstand das Fischabzeichen in Gold, Silber oder Bronze. Es wurde vom Zeller Juwelier Mösslacher entworfen und zeigt unter anderem einen Hecht. Um diese Fischabzeichen wurde schon ab 1935 gefahren. Das Fischrennen, ein Abfahrtslauf von der Schmittenhöhe über die Nordabfahrt nach Zell am See, fand bei mindestens fünf Teilnehmern beliebig oft während einer Wintersaison statt. Die Rennläufer kämpften um das Fischabzeichen der Meisterklasse (bei Bewältigung der Strecke unter zehn Minuten), in Gold (unter zwölf Minuten), in Silber (unter 17 Minuten) und in Bronze (unter 25 Minuten). Gefahren wurde querfeldein. Pisten gab es nicht.

2012 fand der Trasslauf bei -22 °C statt. 85 Läuferinnen und Läufer wagten dennoch den Start.

Quellen