Axt vom Radhausberg

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Die Axt vom Radhausberg ist ein Fundstück am Radhausberg aus der späten Jungsteinzeit.

Fundzeitpunkt und Fundort

Die Axt wurde im Jahr 1910 am Radhausberg bei Böckstein aufgelesen, und zwar am Kreuzkogel (Bad Gastein) auf einer Höhe von 2.600 m ü. A.. Es handelt sich um einen Einzelfund.

G. Kyrle beschreibt den Fundort wie folgt: „Auf der sogenannten Keuche (Kar) unterhalb des Gipfels, neben dem Touristenweg, der vom Hieronymusberghaus über die Grubachalpe auf den Kreuzkogel führt.

Beschreibung

Die Lochaxt besteht aus Serpentin. ..“das Bahnende ist gerundet, die Schneide etwas beschädigt, der Querschnitt ist ein stark ausgerundetes Rechteck.“ Das Fundstück weist eine Länge von 9,5 cm, eine Breite von 3,0 cm und die Höhe in Richtung des Loches beträgt 3,6 cm. Das Schaftloch ist leicht konisch und weist auf der Rückseite 1,5 cm und auf der Vorderseite 1,7 cm Lichtweite auf. Die Axt ist 178 g schwer. Sie ist also klein, sehr schmal und verfügt nur über ein geringes Gewicht. Es kann sich daher weniger um ein Werkzeug sondern muss sich vielmehr um eine Waffe handeln.

Ein Vergleichsstück aus der Ansiedlung vom Grillberg in Elsbethen aus dem Jahr 1943 verweist den Axtfund vom Radhausberg in die späte Jungsteinzeit.

Bemerkenswertes

Dieser Axtfund ist deshalb erwähnenswert, da er durch die Nähe des Fundortes zum Niederen Tauern und in der Zusammenschau mit dem Fund der Axt vom Korntauern einen deutlichen Hinweis auf die Begehung der Alpenübergänge schon in spätneolithischer Zeit bringt. Zudem handelt es sich um den höchstgelegensten Steinbeilfund der Ostalpen.

Quelle