Böcksteiner Schwerttanz

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Der Böcksteiner Schwerttanz ist ein aus dem Bergbau- und Knappenwesen gewachsener Brauch aus dem 15. Jahrhundert, der alljährlich während des Böcksteiner Knappenfestes aufgeführt wird.

Geschichte

Der Ursprung des Böcksteiner Schwerttanzes liegt im 15. Jahrhundert, der Hoch- und Blütezeit des Bergbaus im Gasteinertal, als sich Böckstein durch den florierenden Gold- und Silberabbau zum Zentrum des Bergbaus in Salzburg entwickelte.

Der Tanz bringt seit jeher das Standesbewusstsein der Bergleute zum Ausdruck, deren Berufsstand in der damaligen Zeit das einzigartige Privileg genoss, ein Schwert tragen zu dürfen. Grund dieses im Jahr 1405 eingeführten Waffenrechts waren die zahlreichen Gefahren, allen voran die damals reichlich im Gasteinertal vorkommenden Wölfe und Bären, denen sich die Knappen während ihrer Bergmärsche ausgesetzt sahen.

Aufführung

Nachdem der Schwerttanz über die Jahrhunderte allmählich in Vergessenheit geraten war, gelangte er nach einem hinweisenden Vortrag von Dr. Fritz Gruber und auf Initiative von Rot. Dir. Helmut Volgger nach Angaben von Frau Prof. Ilka Peter 1979 wieder zur Aufführung. Seit dieser Wiederbelebung uralten bergmännischen Kulturgutes wird er nunmehr einmal jährlich, im Rahmen des im September abgehaltenen Böcksteiner Knappenfestes in der historischen Montansiedlung von Alt-Böckstein, aufgeführt. In früheren Jahrhunderten wurde dieser Männer-Tanz auch vor Gästen im Wildbad (heute Bad Gastein), so beispielsweise im Sommer 1632 vor Herzog Albrecht VI. von Bayern, aufgeführt.

Als Höhepunkt des von der Schwerttanzgruppe Böckstein dargebotenen Tanzes gilt die Ehrung des Hauptmannes, der während des Festaktes auf den gekreuzten Schwertern von zehn Knappen stehend, in die Höhe gehoben wird.

Quellen

Weblinks