Barbaraspital

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Das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Barbaraspitals

Das Gebäude des ehemaligen Barbaraspitals ist eines der ältesten Gebäude der Lungauer Marktgemeinde Tamsweg. Es zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Marktgemeinde.

Geschichte

Das aus dem Mittelalter stammende Gebäude, das von den Gewerken des Lungauer Bergbaues als Spital errichtet wurde und diente bis zur Einrichtung 1965 des Heimatmuseums der Altenbetreuung und -versorgung. Urkundlich wurde das Gebäude erstmals 1485 erwähnt. Danach brannte es zweimal ab (1485 und 1495). 1494 wurde eine Kapelle angebaut, die dem dem Heiligen Geist geweiht war. Das Haus wurde als Spital für die Gewerken des Lungaus verwendet. Im 16. Jahrhundert diente das Barbaraspital als Armenhaus, das von Stiftungen, Schenkungen und Spenden finanziert wurde. Bis 1962 wurde es als Altersheim der Gemeinde Tamsweg verwendet.

1742 brannte ein Großteil des Marktes Tamsweg nieder. Bald danach begann man mit dem Wiederaufbau der Kapelle; diese wurde 1759 durch Fürsterzbischof Sigismund Graf Schrattenbach neu eingeweiht. Durch den Wiederaufbau des Spitals wurde das spitaleigene Kapital aufgebraucht, viele Liegenschaften mussten verkauft werden und gegen Ende des 18. Jahrhunderts stand das Spital vor seiner Auflösung. 1803 wurden die letzten beiden Einlieger bei einem Wirt in Kost gegeben. Das Spital diente dann bis 1806 als Kaserne, allerdings ab 1818 wieder als „Versorgungshaus für arme und hilfsbedürftige Personen aus der Bürgerschaft des Marktes“.

Seit 1965 ist in dem Gebäude das Lungauer Heimatmuseum untergebracht.

Quelle