Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal

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Nordwest-Ansicht

Das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal ist ein Benediktinerstift in der Kärntner Gemeinde St. Paul.

Geschichte

Das Kloster wurde auf einer Felskuppe errichtet, auf der sich schon in illyrischer und römischer Zeit Bauwerke befanden. Graf Engelbert von Spanheim sandte 1091 seinen Sohn nach Hirsau, um sich Mönche für eine Klostergründung zu erbitten. Engelbert stiftete um den 1. Mai des Jahres 1091 dem neuen Kloster den Hof St. Paul und den darunter liegenden Ort sowie weitere Güter im unteren Lavanttal, der Steiermark und im Friaul.

St. Paul war im Mittelalter ein bedeutendes Schulkloster geworden, man vermutet, dass sogar Paracelsus das Gymnasium besucht hat. Verheerende Katastrophen and kriegerische Auseinandersetzungen führten zu schwierigen Zeiten. Erst im 16. Jahrhundert erlebte das Stift unter Abt Hieronymus Marchstaller eine neue Blüte und gab dem Kloster seine heutige Form.

1787 wurde das Kloster im Zug der Reformen Josef II. säkularisiert, doch bereits 1809 kamen Mönche aus dem ebenfalls aufgelösten Kloster St. Blasien im Schwarzwald nach St. Paul. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Kloster 1940 aufgehoben, aber nach Kriegsende weiter geführt. Besondere Bedeutung kommt dem Stift durch seine umfangreichen und wertvollen Kunst- und Büchersammlungen zu, die Abtei betreibt außerdem das private Stiftsgymnasium St. Paul, dem rund 700 Schüler angehören.

Salzburgbezug

Das Kloster gehörte der 1641 gegründeten Salzburger Kongregation des Benediktinerordens an.

Quellen