Bezirksgericht Salzburg (Gebäude)

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bezirksgericht Salzburg, Ansicht vom Rudolfsplatz
links das Künstlerhaus, in der Mitte das Gebäude mit dem Bezirksgericht Salzburg und rechts das Salzburger Landesgerichtsgebäude (weiß)

Das Gebäude des Bezirksgerichts Salzburg befindet sich im Salzburger Stadtteil Nonntal bei der Karolinenbrücke an der Salzach.

Das Gebäude

Dabei handelt es sich um einen Anbau an die ehemalige Polizeikaserne neben dem Künstlerhaus.

Das Bezirksgericht Salzburg hatte am 22. November 2010 offiziell sein neues Domizil gegenüber dem alten Salzburger Landesgerichtsgebäude bezogen. Dafür wurde die zwischen 1927 und 1931 errichtete ehemalige Polizeikaserne ab 22. September 2008 auf den modernsten Standard in Bezug auf Kundenfreundlichkeit und technischer Infrastruktur aufgerüstet. Der Umbau kostete 9,4 Millionen Euro.

Das nach jahrzehntelanger räumlicher Zersplitterung zusammengeführte neue Bezirksgericht bietet 130 Justizbediensteten und 25 Richtern funktional und technisch modern ausgestattete Amtsräume. Dafür wurde der Altbau behutsam adaptiert, um den Charakter des vom renommierten Architekten Wunibald Deiniger geplanten 80 Jahre alten Gebäudes zu bewahren. Das Bezirksgericht mit nun 3 700 Quadratmetern Nutzfläche stellt eine Symbiose aus historischen Elementen und modernen Anforderungen an ein öffentliches Gebäude dar.

Herz des neuen Bezirksgerichts ist die zweigeschoßige gläserne Eingangshalle im Innenhof, wo die Sicherheitsschleusen, Info- und Servicecenter untergebracht sind. Zur Erschließung wurde der Haupteingang von der Hellbrunner Straße zum Rudolfsplatz verlegt. Die Architekten von HALLE 1 haben Wert darauf gelegt, auch Elemente aus der Errichtungszeit in das neue Nutzungskonzept zu integrieren: "Einerseits sollen großzügige Glasflächen die Offenheit der Justiz nach außen tragen", schildert Architekt Heinz Lang. Andererseits passiert man beim Betreten des Hauses das originale Eisentor aus den 1930er-Jahren, auch andere historischen Elemente, wie Säulen, Geländer oder Stiegenhaus, wurden integriert. So belassen wie von Deininger konzipiert, wurde der Eingangsbereich aus schwarz-grauem Wachauer Marmor. Dieser Naturstein zieht sich als farbliches Gestaltungselement durch das ganze Haus.

Viel Wert gelegt wurde auch auf eine durchgängige Ausgestaltung der Fassaden im Innenhof. An der Ost- und Westseite wurden ebenso wie an der Nordfassade (bei der ersten Etappe des Umbaus bis 2000) raumhohe Fenster eingebaut, die zusammen mit Durchbrüchen zur Eingangshalle eine offene Atmosphäre schaffen. Die Südfassade wurde im Sinne Deinigers originalgetreu saniert.

Funktional sind in der Glashalle sämtliche Gebäudeteile über ein horizontales und vertikales Erschließungssystem miteinander verknüpft, dazu wurden ein neues Stiegenhaus und ein neuer Aufzug errichtet. Die Querverbindung vom Erdgeschoß bis zum 1. Obergeschoß wird über eine Brücke zwischen Ost- und Westflügel hergestellt, um die Wege kurz zu halten.

Quelle

  • Salzburgwiki-Artikel Bezirksgericht und dortige Quellen und Autor(en)