Das Trapp-Kochbuch

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Titel Buch Das Trappkochbuch

Buchtipp Das Trapp-Kochbuch - Original-Rezepte der Köchin Johanna Raudaschl

Autoren: Caroline Kleibel (Text, biografischer Teil)
Herausgeber: Irmgard Wöhrl
Verlag': Verlag Anton Pustet, Salzburg
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN 978-3-7025-0615-5

Rezension 1

Johanna Raudaschl war vom 6. Juni 1931 bis 2. Jänner 1932 Köchin von Maria Augusta Freifrau von Trapp und Georg Ludwig von Trapp. Ihre Enkelin, Irmgard Wöhrl, hatte schon vor drei Jahren dieses Buch mit Rezepten ihrer Großmutter unter dem Titel "The Sound of cooking" herausgebracht und nun mit einem neuen Verlag und einem deutschen Titel dasselbe Buch wieder aufgelegt.

Auf mehr als 40 der rund 120 Seiten wird das einfache und doch interessante Leben von Johanna Raudaschl geschildert. 28 ganzseitige anregende Bilder von Landschaften und Gerichten, acht Rezepte für Vorspeisen, Suppen und Beilagen, neun für Hauptgerichte und 20 für süße Nachspeisen bilden den Rest des Buches. Ein Vorwort von Maria Franziska von Trapp ergänzt dieses "Geschichts-Kochbuch".

Was bei der Lebensgeschichte von Johanna Raudaschl fasziniert, sind die Schilderungen über das bäuerliche Alltagsleben am Attersee und im Salzkammergut im Allgemeinen zwischen 1910 und 1930 sowie ihre außerordentliche Liebe zum Kochen. Tagebucheintragungen, Lieferscheine im Hause Trapp und andere Zeitdokumente haben mich fast mehr begeistert als die Rezepte selbst. Obwohl auch darunter einige Schmankerl zu finden sind: Salzburger Nockerl nicht im Backofen, sondern in einer Eisenpfanne - mit Wenden - gemacht! Eine "Knörpeltorte", eine handwerkliche Herausforderung, Buchteln, Rindsuppe mit Griesstrudel oder ein Wilderer-Ragout. Die Familie Trapp liebte vor allem die Süßspeisen von Johanna Raudaschl.

Johanna Raudaschl schien sich sehr wohl in der Trapp-Villa gefühlt zu haben, und auch Baronin von Trapp hatte zu ihrer Köchin ein sehr inniges Verhältnis. Das Buch zeichnet ein weiches Bild von der Baronin als Mutter und dem Baron als Vater, die ihre Kinder über alles liebten. Baronin von Trapp schrieb noch viele Jahre zu Weihnachten Briefe an Freunde und Bekannte in Österreich. Einen ihrer Weihnachtsbriefe schloss sie mit Peter Roseggers Worten:

Ein bisschen mehr Frieden und weniger Streit
ein bisschen mehr Liebe und weniger Neid
und viel mehr Blumen während des Lebens
denn auf den Gräbern sind sie vergebens

Caroline Kleibel hat die biografischen Texte sehr gut umgesetzt, und insgesamt gefällt mir das Buch gut. Die Rezepte sind jetzt nicht gerade besonders ausgefallen, aber sie zeigen, wie man in den 1930er Jahren mit regionalen und saisonalen Zutaten eine immerhin 12köpfige Familie und etliche Angestellte nicht nur verköstigen, sondern auch begeistern konnte. Es ist auch ein Buch frei von Kitsch und Klischees, eben ein "Geschichts-Kochbuch".

Rezension 2

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Quelle

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