Elvira Gonschorowski-Zehetner

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Elvira Gonschorowski-Zehetner

Elvira Gonschorowski-Zehetner (* 1966 in Wien) ist Gerichtsvorsteherin am Bezirksgericht Tamsweg.

Vorgestellt

Ab 1. März 2009 lenkt eine "Frau Rat" die Geschicke im schmucken Tamsweger Bezirksgericht.

Seit 2004 war die gebürtige Wienerin als Staatsanwältin tätig. Dass sie sich für die nun frei gewordene Stelle einer Gerichtsvorsteherin in Salzburgs südlichstem Bezirk beworben hat, lag eigentlich auf der Hand: Bereits im Babyalter war die Mutter zweier Söhne erstmals nach Tamsweg gekommen. Ihr Vater Karl-Heinz Zehetner, ehemaliger Senatspräsident des Obersten Gerichtshofes, hatte schon damals einen Zweitwohnsitz "entan Tauern". Zudem lernte Gonschorowski-Zehetner in Tamsweg auch ihren Ehemann Erich, einen Landschaftsarchitekten, kennen und lieben. "Ich bin tief verwurzelt im Lungau. Und im Sommer 2007 sind wir jetzt ganz fix hineingezogen. Ich freue mich auf die vielfältige und sehr verantwortungsvolle Arbeit dort als Richterin an der Basis", sagt die Juristin.

Von Familienrecht, Exekutionssachen und Zwangsversteigerungen bis hin zu Verkehrsunfällen oder allerlei Strafsachen: Das Aufgabengebiet der neuen Richterin im 21.000-Einwohner-Bezirk ist extrem umfassend. Immerhin muss Gonschorowski-Zehetner fast als "Einzelkämpferin" fungieren. Nur ein, zwei Mal wöchentlich fährt ein Salzburger Richter in den Lungau, um allgemeine Zivilrechtssachen zu verhandeln.

Gonschorowski-Zehetner, der der Rechtsberuf schon in die Wiege gelegt wurde (auch die Mutter sowie ihre zwei Geschwister sind Juristen), bringt schon einiges an Erfahrung mit: Im Oktober 1996 wurde sie zur Bezirksrichterin des BG Wien-Döbling ernannt; später, am Landesgericht Salzburg, war sie erst Richterin im Rechtsmittelsenat für Zivilsachen und dann knapp zweieinhalb Jahre lang Strafrichterin. Von Jänner 2004 bis zuletzt fungierte sie als Staatsanwältin – und vertrat dabei die Anklage bei so spektakulären Prozessen wie jenen gegen den Sterbehilfearzt Helmut Wihan oder jenen gegen eine deutsche "Baronin", die einen Pinzgauer Juwelier um mehr als 835.000 Euro gebracht haben soll.

Die Neotamswegerin ist auch in der Freizeit sehr aktiv. Sie besucht oft Kulturveranstaltungen ("kulturell wird im Lungau einiges geboten") und geht mit der Familie gern Ski- und Schlittenfahren.

Quellen

Zeitfolge
Vorgängerin

Claudia Bandion-Ortner

Vorsteherin des Bezirksgerichts Tamsweg
seit 2009
Nachfolger