Ennsverbauung

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Die Ennsverbauung sind höchst notwendige Maßnahmen, um gefährdete Häuser durch Regulierung der Enns in den Pongauer Gemeinden Altenmarkt und Flachau zu schützen.

Geschichtliches

Seit Millionen von Jahren fließen die Enns und ihre Ursprungsbäche das Flachautal hinaus, über Altenmarkt und Radstadt weiter Richtung Osten.

Seit Millionen von Jahren ist sie nach Gewittern über die Ufer getreten, hat Muren und Material mit sich gerissen und damit den Talboden überschwemmt. Der so genannte Ennsboden ist bestes und sichtbares Beispiel dafür. Aber es hat niemand aufgeregt und schon gar nicht getroffen. Es war völlig unerheblich, ob die Enns ihr gefährliches Schauspiel geliefert hat oder nicht.

Erst vor einigen Jahrhunderte hat sich das geändert. Der Mensch hat sich an der Enns angesiedelt und führt seither einen permanenten Kampf gegen die Fluten. Der Mensch kann den Kampf gegen die Natur nicht gewinnen. Er kann sich mit ihr aber arrangieren. Moderne Berechnungsmethoden und technische Kunst sorgen dafür, dass die Enns gezähmt werden wird.

Aktuelles

Die Enns hat in Flachau und Altenmarkt dasselbe Gefährdungspotenzial, wie es die Salzach bei Mittersill gehabt hat, sagen die Experten. Die Pinzgauer Stadt wurde bereits mehrmals Opfer von Hochwasser und dabei völlig überflutet. Deshalb wird im Ennspongau seit Jahren darum gerungen Verbauungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen.

Flachau

Diese notwendige Wassergenossenschaft wurde in Flachau einstimmig gegründet. Das war Voraussetzung für die Zusage des Bundes für die Fördergelder: Zehn Millionen Euro wird das Projekt verschlingen, 7,42 Millionen davon kommen von der Republik, 1,56 Millionen müssen die Anrainer und die Gemeinde Flachau aufbringen.

In Flachau ging es bereits 2011 los. Die Baustelle für die ersten Baumaßnahmen in Flachauwinkel wurden um fast ein Jahr früher als ursprünglich geplant, eingerichtet.

An der Pleißling wird zuallererst ein riesiges Hochwasserrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 300.000 Kubikmeter errichtet. Die Dammhöhe beträgt dabei zwölf Meter. Im Ortsbereich selbst werden dann auf einem Flussabschnitt von sechs Kilometern Länge verschiedene Schutzmaßnahmen gesetzt. Sie reichen von Hochwasserschutzdämmen bis zu Mauern, Erdwällen, Brückenhebungen und Verbesserungen des Flussprofils. Alle diese Maßnahmen werden 320 Häuser und Hotels vor Überschwemmungen und Vermurungen schützen.

Die Maßnahmen sollen in Flachau bis 2013 umgesetzt sein.

Altenmarkt

In Altenmarkt sind noch mehr Objekte gefährdet als in Flachau. Mehr als 500 Häuser sind betroffen, wenn ein so genanntes „Hundertjähriges Hochwasser“ über den Ennstalmarkt hereinbrechen würde.

Auch in Altenmarkt stehen 2011 die Vorbereitungen für die Verbauung der Enns praktisch vor dem Abschluss. Die Gründung der notwendigen Wassergenossenschaft soll Anfang 2012 erfolgen.

Quelle

[[Kategorie:Ereignis]