Hauptmenü öffnen

Erwin Himmelbauer

Erwin Himmelbauer

Erwin Himmelbauer (* 20. Oktober 1968 in Mauthausen, Oberösterreich) ist Wort- und Nachrichtenchef bei Radio Welle 1 und Organisator der Salzburger Fußball WM.

Vorgestellt

Das Leben Erwin Himmelbauers verlief im Zickzackkurs: Geboren und aufgewachsen ist er in Mauthausen. "Da war ich in der Blasmusik. Ich spielte die Tschinelle", sagt Erwin Himmelbauer. Da sei die Oberösterreichische Landeshymne die größte Herausforderung gewesen: "Da gab es nur einen Tuscher – aber der musste sitzen."

Nach der Matura? "Verbummeltes Studium, Nachtwächterlehre und Luftburgwärter", antwortet er. Fad war ihm nie. Himmelbauer absolvierte aber doch noch die Werbeakademie und begann in der Hi-Fi-Branche zu arbeiten. "Musik hören ist für mich wie atmen", sagt er. Seit 2002 ist er Wort- und Nachrichtenchef bei Radio Welle 1. Diesen Satz kann man aber so nicht stehen lassen. Denn er ist viel mehr: Er ist ein Gesamtkunstwerk.

Himmelbauer lebt so, wie es der Schriftsteller Marcel Pagnol Anfang des 20. Jahrhunderts vorschlug: "Das Leben ist nicht das Problem – es ist die Lösung."

2005 unterhielt er sich etwa mit seinem Nachbarn. "Das war Reza, ein Perser", erinnert sich Himmelbauer. Der erzählte ihm, dass die in Salzburg lebenden Perser ein Mal im Jahr gegen die in Linz lebenden Perser Fußball spielen. "Warum spielt ihr nicht mal gegen die in Salzburg lebenden Kroaten", schlug er vor.

Die Kroaten fielen ihm gerade ein, weil der Barkeeper vom Lokal nebenan Kroate war. Noch am selben Tag führte er diesen Gedanken in einem Biergarten zu Ende: "Um eine Fußball-WM auszutragen, müsste eigentlich kein Salzburger die Stadt verlassen."

Gedacht, getan: Bei der ersten Salzburger Fussball WM waren es noch zehn Teams, die um den Titel des "Salzburger Fußballweltmeisters" spielten. 2010 wird auf dem PSV-Platz in der Alpenstraße bereits die vierte SFWM angepfiffen. Mehr als 60 Mannschaften sind diesmal mit von der Partie: Von Afghanistan bis Zypern. Und da auch die aus anderen Bundesländern zugereisten Österreicher ihre Herkunft mit Stolz pflegen, treten inzwischen auch Bundesländerteams an.

Bei diesem Turnier geschehen auch jährlich kleine Wunder: Da tritt etwa seit Jahren die Spielgemeinschaft "Indien-Pakistan" an. "Die haben keine Berührungsängste. Im Gegenteil. Sie wissen, dass sie auf dem Spielfeld nur gemeinsam stark sind", sagt er. 2009 lautete das Eröffnungsspiel übrigens Kärnten gegen Kamerun. Manchmal muss der stets gut aufgelegte Himmelbauer aber auch mit den Tränen kämpfen. Etwa wenn er erzählt, dass afghanische Mütter nach einem Tor ihrer Männer mit Kinderwagen jubelnd das Feld gestürmt hätten. Himmelbauer tut eben nichts lieber, als Menschen Freude zu bereiten.

Das tut er seit 2009 auch im Seniorenwohnhaus Nonntal, wo er ein Mal im Monat zur Ü-70-Party lädt: "Immer dann, wenn mich meine Mutter in Salzburg besucht, legen wir dort gemeinsam auf. Das ist immer eine Riesengaudi." Wie gesagt: Das Leben ist die Lösung.

Quelle

Weblinks