Fallschirm Weltcup im Zielspringen 2012

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2012: das Regenwetter kündigt sich an
Punktgenau trotz Wind und Wetter: Michael Kuchner von der Mannschaft des HSV Red Bull Salzburg landete trotz schwieriger Verhältnisse sicher im Zielkreis
Am Freitag gab es noch Grund zum Lächeln: HSV-Springer Michael Egger bei seiner Landung
„Nachwuchs-Airracerin“ Anna-Maria Siller (15) aus St. Koloman bekam von ihrem Opa Gallus Lessacher (links) einen Kunstflug mit Hannes Arch geschenkt, den er zuvor zu Gunsten von „Wings for Life“ ersteigert

Der Weltcup der Fallschirm-Zielspringer 2012 hätte vom 8. bis 10. Juni 2012 zum dritten Mal in der Flachgauer Marktgemeinde Thalgau stattfinden sollen, musste aber wegen extrem schlechtem Wetter bereits vorzeitig abgebrochen werden.

Allgemeines

Rund 200 der besten Fallschirmspringer aus aller Welt versuchten im Rahmen der „Parachute World Series“, einen nur zwei Zentimeter großen Zielpunkt aus einer Absprunghöhe von 1 000 Metern exakt zu treffen. Bei der letztjährigen Veranstaltung gelang Christian Auswöger vom HSV Red Bull Salzburg ein sensationeller Sieg vor heimischem Publikum. Heuer wird die Konkurrenz bei Österreichs einziger Weltcupveranstaltung noch härter – erstmals haben sich auch Teams aus dem Oman und der Vereinigten Arabischen Emirate angekündigt.

Am Freitag, den 8. Juni, war die Welt für die Thalgauer Veranstalter des Weltcups im Fallschirm-Zielspringen noch in Ordnung. Bei leicht bewölktem, aber durchwegs blauem Himmel absolvierten die Sportlerinnen und Sportler programmgemäß ihre Sprünge und wurden von einem begeisterten Publikum im Zielgelände empfangen. Die Unwetterfront am Abend und das beständig schlechte und regnerische Wetter forderten letztlich aber ihren Tribut: die Weltcupveranstaltung musste am Sonntag ohne gültige Wertung abgebrochen werden.

Für die Weltcup-Veranstaltung im Fallschirm-Zielspringen wurde ein eigener provisorischer Flugplatz angelegt, der sich jedoch aufgrund der anhaltenden Regenfälle in einen morastigen Fleck Erde verwandelt. Zunächst wurden die Springer dann noch nach Salzburg gebracht, wie am Flughafen Salzburg ihre Tranportmaschinen bestiegen.

Acht Absprünge pro Teilnehmer sieht das reguläre Programm eines Weltcupwochenendes vor, ab vier Sprüngen zählt das Ergebnis für die Wertung. „Am Freitag konnten wir problemlos zwei volle Durchgänge abwickeln, kamen sogar schon weit in die dritte Runde“, erklärt Hans Huemer vom HSV Red Bull Salzburg, „aber dann brach die Unwetterfront herein und wir mussten auf besseres Wetter am Samstag vertrauen!“ Das aber kam nicht wirklich. Zwar nutzte man jede einzelne Regenpause für Absprünge, das Mindestsoll konnte jedoch nicht erreicht werden. Tiefhängende Wolken und anhaltender Schnürlregen am Sonntag machten endgültig jede Hoffnung auf eine gültige Wertung zunichte.

Dennoch blicken die beiden Veranstalter Tourismusverband Thalgau und HSV Red Bull Salzburg auf ein erfolgreiches Weltcup-Wochenende zurück. „Unsere Sportlerkollegen, die aus 21 Ländern wie dem Oman, den USA oder Finnland teils sehr weite Anreisen auf sich genommen haben, haben sich trotz des schlechten Wetters in Thalgau sehr wohl gefühlt,“ berichtet Hans Huemer, „denn die Stimmung hier in der Fuschlsee-Region ist einfach großartig. Party rund um die Uhr, großes Interesse an den sportlichen Bewerben und die Herzlichkeit der Thalgauer machen auf die Teams einen bleibenden positiven Eindruck!

Bürgermeister Martin Greisberger freute sich über den großen Zusammenhalt in seiner Gemeinde: „Nach dem Unwetter mussten Autos aus den Wiesen geschleppt werden, mit Stroh wurden Verbindungswege ausgelegt und am Marktplatz sorgten die Thalgauer Vereine für optimale Stimmung – alle halfen zusammen und machten das Wochenende zu einem gemeinsamen, schönen Fest, dem der Regen wenig anhaben konnte!

Wenn schon nicht gesprungen werden konnte, so wurde zumindest gefeiert. Bei der Welle-1-Party und beim Open-Air der Saubartln versammelten sich tausende Fans im Ortszentrum und machten die – regenfreie – Nacht zum Tag. Auch die Airshow mit Airrace-Weltmeister Hannes Arch konnte wie geplant stattfinden, Alexander Zickler kam zur Autogrammstunde und vollzog gemeinsam mit Fußballmaskottchen Bullidibumm den Ehrenanstoß beim Lokalderby der Thalgauer gegen den USK Hof. Dank des großen Engagements der Thalgauer Bevölkerung und des HSV Red Bull Salzburg konnte sich die Gemeinde übrigens die prestigeträchtige Weltcup-Veranstaltung, die mittlerweile eine der größten Sportveranstaltungen des Landes Salzburg ist, für die nächsten drei Jahre sichern. Die Flachgauer Gemeinde wird als einziger österreichischer Austragungsort auch 2013 fixer Bestandteil der „Parachute World Series“ sein.

Siehe auch

Bildergalerie

Quelle