Freisaal, das Schloss im Spiegel der Geschichte

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Titelbild Buch Freisaal, das Schloss im Spiegel der Geschichte

Buchtipp Freisaal, das Schloss im Spiegel der Geschichte

Herausgeber: Ronald Gobiet
Autoren: Ulrich Klein, Georg Steinmetzer, Stefan Engels, Erwin Pokorny, Michael Rainer, Thomas Danzl, Jörg Riedel, Adolf Haslinger, Marc Suppin
Verlag: Verlag Anton Pustet
Erscheinungsjahr:2012
ISBN 978-3-7025-0661-2

Verlagsbeschreibung

Die frisch restaurierten Wandfresken aus dem 16. Jahrhundert im Großen Saal des Schlosses waren der Anstoß für ein Team von Wissenschaftlern, sich ausführlich mit dem Wasserschloss im Salzburger Süden zu beschäftigen. Die hier erstmalig vorgestellten Beiträge führen zu spektakulären Ergebnissen.

So konnte nachgewiesen werden, dass der Kern des Schlosses auf ein Weiherhaus des 14. Jahrhunderts zurückgeht. Das Schloss, das mit seinem Weiher, Garten und zugehörigen Wiesen seit jeher einen besonderen Platz in der Landschaft zwischen dem Nonnberg und Schloss Hellbrunn einnahm, hatte immer schon eine große Bedeutung für die Salzburger Erzbischöfe. Diese haben von der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zur Säkularisierung fast jeden ihrer feierlichen Einzüge in die Stadt von hier aus begonnen. Genau einen solchen Einzug stellen die Fresken dar, eingefasst von reicher Renaissanceornamentik, deren Vorbilder nun erstmalig nachgewiesen werden können, eng verbunden mit der Frage nach dem Anteil der Salzburger Malerfamilie Bocksberger.

Mit dem legendären Mönch von Salzburg aus dem späten 14. Jahrhundert hat der Name Freisaal aber auch einen festen Platz in der europäischen Musikgeschichte. Das gab Anlass, auch die Überlieferung noch einmal kritisch zu prüfen und zusammen mit den in den Fresken dargestellten Musikern das Schloss als Quelle nicht nur der regionalen Salzburger Musikgeschichte zu würdigen.

Der reich illustrierte Band bietet eine Vielzahl von außergewöhnlichen Einblicken in die aktuellen Forschungsergebnisse zu diesem wichtigen, der Öffentlichkeit leider nicht zugänglichen Salzburger Wasserschloss.

Rezension 1

Einerseits ein Fachbuch, andererseits ein allgemein verständlich geschriebenes Geschichtsbuch

Als Lustschloss vermutlich von Erzbischof Pilgrim II. von Puchheim in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut, dann traditionell das Schloss, in dem der neu gewählte Erzbischof die Nacht vor dem Einzug in die Stadt Salzburg verbringen musste und schließlich Wohn- und Wirkungsstätte von Künstlern. Schloss Freisaal im Süden der Stadt Salzburg hat eine bewegte Geschichte und ein gut erhaltenes Innenleben.

Ronald Gobiet, Landeskonservator von Salzburg, Herausgeber des Buches, hat in diesem Buch die Geschichte des Schlosses aufgearbeitet, dessen Rolle in der Musikgeschichte, die Wandmalereien - deren Bedeutungsinhalt und Restaurierung sowie das Wohnen von Malern, Dichtern und Musikern im Schloss.

Es ist einerseits ein kulturgeschichtlich Sachbuch mit Restaurierungsdetails, Einzelnachweise-Erklärungen und Verweisen usw., andererseits ein durchaus auch allgemein verständliches Buch mit zahlreichen, teilweise doppelseitigen Farbbildern, übersichtlichen und detaillierten Zeittafeln, vielen zeitgenössischen Skizzen und Zeichnungen, Grundrissen der verschiedenen Stockwerke und natürlich vielen Texten. Da geht beispielsweise der Bauhistoriker Ulrich Klein der Frage der Funktion des Schlosses nach: Bollwerk oder Lustschloss? Karpfenteich und Kuchlgarten – die Bedeutung Freisaals für Landschaft und Landwirtschaft in Salzburgs Süden beleuchtet Dr. Georg Steinmetzer, der ein Planungsbüro für Bau- und Gartendenkmalpflege betreibt. In diesem Beitrag findet man auch viele historische Fotografien, u.a. von Familie Hydra, die das Schloss um 1900 besessen hatte. Em. O. Univ.-Prof. Dr. Adolf Haslinger, ehemaliger Rektor der Universität Salzburg schreibt „zu Peter Handkes Filmarbeit im Schloss Freisaal 1985“. Dies sind nur einige der Beiträge in diesem sehr gut gestalteten Buch, das durch sehr gutes Bildmaterial lebendig und abwechslungsreich wirkt.

Rezension 2

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Quelle