Guido Schwengersbauer

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Guido Schwengersbauer (* Hallein) lebt in Istrien, Kroatien.

Leben

1972 beginnt er für ein Salzburger Reisebüro als Reiseleiter in der istrische Stadt Porec. Nach dem Sommer 1972 bleibt er aber in Porec, heiratet und wird samt seines österrei­chischen Know­how von den damals - jugoslawischen Staatsbe­trieben entdeckt. Er kann sich noch genau an das damalige "Einstellungsgespräch" erinnern: "Sie ha­ben einfach gesagt, du arbeitest jetzt für uns." Er organisierte Ferienmessen, Animationsabende und Mister-Wahlen von Rijeka bis Dubrovnik. Dann holte ihn der heutige Tourismusminister Veljko Ostojic mit den Worten "weil du das kannst" zum Fremdenverkehrsverband Istrien.

Schwen­gersbauer wollte aber nicht nur die Küste promoten, sondern auch das Hinterland. Ein erstes Büro in München wurde eröffnet, Wein­- und Bikerouten wurden entwickelt, Gastronomieführer ins Land ge­holt. In ganz Europa wurden die Werbetrommel gerührt, Präsentationen mit istrischer Küche, Wein, Olivenöl veranstaltet. Schließlich erreichte "Mister Is­trien Tourismus" sein Ziel: Aus Billigurlaub wurde Qualitätstouris­mus. "Diese Vorreiterrolle in Kroatien haben wir immer noch", freut sich der Initiator im Gespräch mit Barbara Hutter von den Salzburger Nachrichten. Guido Schwengersbauer spricht schon lang perfekt die Landessprache, kennt nicht nur Haubenköche, Öl­mühlen und Winzer, sondern ver­rät auch, wo es die besten Cevap­cici gibt.

Die historische Treue der Öster­reicher zum einstigen k. u. k. Ter­ritorium sieht er als "unbezahlbar, gerade in Zeiten der Krise, wenn andere Märkte schwächeln". Für ihn ist Istrien längst Heimat. Mit seiner zweiten Frau Maruska führt er ein Landhotel in Buje und organisiert Landausflüge für Kreuzschiffe und Incentives. Die Söhne Marko und Guido wachsen zweisprachig auf. Nach Salzburg zurück? Schwengersbauer zwin­kert vielsagend. "Von meiner Ter­rasse aus blicke ich aufs Meer."

Quelle