Josef Daspelgruber

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Josef Daspelgruber war in der Zeit des zu Ende gehenden Zweiten Weltkrieges ein angeblicher Vertreter des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus.

Geschichte

Gleich nach der kampflosen Übergabe der Stadt im Mai 1945 wurde er, vermutlich im Hinblick auf diese Rolle, zum provisorischen Polizeichef von Salzburg bestellt.

Als verbürgt erscheint, dass Daspelgruber in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs Hauptwachtmeister der Pionier-Ersatz-Kompanie 137 war, die dem Kampfkommandanten Hans Lepperdinger (siehe diesen Artikel) direkt unterstand, und dass er (aber wohl nicht in exponierter Position) an Gesprächen über die beabsichtigte kampflose Übergabe der Stadt teilnahm, die in Lepperdingers Umgebung stattfanden.

Unter seiner Leitung wurde der Personalstand der Polizei bis Anfang 1946 von fast 2 400 Mann (bei Kriegsende) auf 306 uniformierte Sicherheitswachebeamte vermindert und damit auch die Entnazifizierung der Polizei abgeschlossen.

Am 27. Mai 1946 wurde er verhaftet, am 12. Juli 1946 von einem US-Militärgericht wegen der ihm vorgeworfenen Manipulationen in NS-Fragebögen zu sieben Jahren Gefängnis, davon zwei Jahre bedingt, und 5.000 Schilling Geldstrafe verurteilt.

Ende 1947 wurde Daspelgruber vorzeitig aus der Haft entlassen.

Quellen