Josef Engl

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Josef Engl (* 9. März 1907 in Pfongau; † 19. August 1933 am Gaisberg) war ein Neumarkter Tischler, Segelflieger und Flugzeugkonstrukteur.

Leben

Er wuchs als Sohn des Gottlieb und der Anna Engl im Bäckermühlhäusl in Pfongau 9 auf. Er besuchte die Volksschule Sighartstein und begann danach eine Lehre als Bau- und Möbeltischler. Bereits damals fiel seine handwerkliche Geschicklichkeit auf, die sich vor allem durch seine genaue Arbeitsweise auszeichnete. Er begann unermüdlich an seinem und der Menschheit uraltem Traum vom Fliegen zu arbeiten und entwickelte sich dabei zum Fachmann in der Herstellung von Segelfliegern in Holzbauweise.

Seine Karriere als Segelflieger und Konstrukteur von Segelflugzeugen begann er in Rossitten in Ostpreußen. Er war auch auf der Wasserkuppe in der Rhön im Landkreis Fulda (dem mit 950 m höchsten Berg in Hessen) als Flugzeugtischler beschäftigt. Damals war dort der Mittelpunkt des deutschen Segelflugsports.

Im Rahmen einer umfangreichen Segelflug-Ausstellung im Carabinierisaal in der Salzburger Residenz zeigte er im Mai 1932 als inzwischen selbstständiger Flugzeugbauer ein vielbeachtetes Segelflugzeug seiner "Gaisberg"-Serie. Mit seinen Modellen "Gaisberg 10", "Gaisberg 11" und "Gaisberg 12" waren ihm Segelflugzeuge mit hervorragenden Gleitfähigkeiten gelungen. Die Qualität der von Josef Engl gebauten Gleiter war weitum anerkannt. Auch als Pilot hatte er bereits viele erfolgreiche Flüge mit Maschinen aus eigener Produktion hinter sich und wollte seine Ruf als Pilot weiter ausbauen. Dazu wollte er am 18. August 1933 den Dauerflugrekord zu brechen.

Nachdem er bereits schier unglaubliche zehn Stunden und 15 Minuten in der Luft gewesen war, hatte er offensichtlich infolge Übermüdung und Überbeanspruchung des Materials der Flügel die Kontrolle über das Fluggerät verloren. Er stürzte in der Nacht auf den 19. August um 01:15 Uhr auf das Gaisberg-Plateau ab und erlag kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen.

Literatur

Quelle