Josef Thalmayr senior

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Joseph Thalmayr (* 19. Dezember 1788 in Saalfelden[1]; † 26. November 1859 ebenda[2]) war Kaufmann und Bürgermeister von Saalfelden[3].

Leben

Josef Thalmayr war Kaufmann sowie Urbarials- und Stiftungenverwalter.[3]

Im Befreiungskrieg von 1809 nahm Josef Thalmayr als 21-Jähriger an den drei Feldzügen der Pinzgauer Schützen teil und war in deren letzten beiden Zweiter Adjutant, Rechnungsfuhrer und Sekretär des Pinzgauer Schützenkommandanten Anton Wallner; In seiner Zeit als Bürgermeister von Saalfelden (1821 bis 1828) dokumentierte Thalmayr seine Erinnerungen im Bürgerbuch der damaligen Marktgemeinde. Rückblickend stellte er als Augenzeuge der Ereignisse desillusioniert fest: "Möge sich die Gemeinde zu ähnlichen unsinnigen Unternehmungen sich nie mehr verleiten lassen. Der Bauer und Handwerker bleibe bei seiner Arbeit zu hause. Er versteht die Waffen mit gutem Erfolg nicht zu führen und weiß sich in die Militärischen Verhältnisse nicht zu schicken. Es herrschte allenthalber nur Unordnung und Verwirrung. Pinzgau ward auch vielmehr nur durch den Einfluss Tirols als aus eigenem Antrieb dahingerissen. Man musste mit Tirol gemeine Sache machen, wenn man sich nicht seinen Misshandlungen aussetzen wollte. Tirol ließ sogar Pfleger und öffentliche Beamte abführen, wenn selbe die Defension nicht tätig genug unterstützten. Dieses Los war auch unseren Pfleger Josef Lottersperger wiederfahren."[4]

Er war verheiratet mit Anna geborene Riedlsperger (* 1803[5]; † ca. 1834[3]). Sie hatten zehn Kinder[3]; von diesen starb der bereits im elterlichen Handelsbetrieb mitarbeitende älteste, woraufhin der jüngere Sohn Josef (* 1826) seine Studienpläne aufgeben und die Stelle des verstorbenen einnehmen musste[6]. Das jüngste Kind war Alois (* 1833)[3].

Quellen

Zeitfolge