Kunstinterventionen 'Serpentine a touch of heaven (and hell)' 2021

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Die Rotations-Schneefräse „Eisbändiger“.
Ein Auto als Display, dessen Innenraum hier mit Eis (temporär) zum „Frieren" gebracht wird.

Serpentine a touch of heaven (and hell) ist der Titel temporärer Kunstinstallationen an der Großglockner Hochalpenstraße von 2019 bis 2022.

Das Projekt 2020–2022

Seit August 2020 ist die Großglockner Hochalpenstraße um eine Facette reicher: Unter dem Titel „Serpentine a touch of heaven (and hell)“ werden entlang der denkmalgeschützten Hochalpenstraße bis November 2022 von zeitgenössischen Kunstwerken begleitet. Waren 2020 bereits zwölf Gemälde und vier Skulpturen zu sehen, ergänzen seit 25. Juni 2021 zwischen dem Haus Alpine Naturschau unter dem Fuscher Törl, dem Kasereck und der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe zusätzlich zwei neue Gemälde, vier neue großformatige Skulpturen und das sogenannte „Container-Kino“ die bisherigen Ausstellungsobjekte.

Neu bei Serpentine 2021: Gemälde, Skulpturen und Container-Kino

Dieses Jahr sind ab 25. Juni 2021 zwischen dem Haus Alpine Naturschau unter dem Fuscher Törl, dem Kasereck und der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe weitere Gemälde, große Skulpturen und ein „Container-Kino“ am Berg folgender Künstler zu sehen: • Thomas Hörl und Peter Kozek zeigen in einem kleinen Non-Stop-Auto-Kino erstmals ihren Film "Lichthöhe", der 2020 vorrangig zu Nachtzeiten gedreht wurde, an denen die Film-Crew den Berg ganz für sich alleine hatte. Die bezaubernden, traumartigen Bilder werden hier der touristischen Realität gegenübergestellt. • Ralo Mayer foliert die legendäre Rotations-Schneefräse „Eisbändiger“ von Franz Wallack aus dem Jahr 1954 – einen Prototypen für die Naturbeherrschung durch Technik – mit einem grafischen Muster aus Geschichte(n) der Straße. Die Schneefräse wird dadurch zum „Erlkönig", wie die Testfahrzeuge von Autoherstellern, die am Glockner ihre Bewährungsprobe erfahren. • Hannes Zebedin errichtet eine Doppelskulptur, deren Bauweise sich an den Lawinenverbauungen orientiert, die hier im Hochgebirge Touristen wie Nutztiere gleichermaßen schützen. Er steckt damit zwei kreisrunde Territorien ab, die Schutz- und Abwehrbedürfnisse sowie Ein- und Ausschlussmechanismen von Grenzen thematisieren – jene zwischen Kulturraum und Naturraum ebenso, wie die zwischen Nationen und Nationenverbänden. • Iris Andraschek und Hubert Lobnig kommentieren in der neuen Installation "Frost" den Klimawandel, indem sie in Blickbeziehung zum schmelzenden Gletscher ein weiteres Auto als Display ausstellen, dessen Innenraum hier mit Eis (temporär) zum „Frieren" gebracht wird. • Anna Meyer erweitert ihre dystopische feministische Kritik der Überformung der Natur um ein zusätzliches großes Billboard. Das Sujet in "Operation am offenen Gletscher" zeigt den Großglockner als reparaturbedürftiges „Sportgerät" in Sichtachse mit dem „Caneletto-Blick“ der österreichischen Alpen, wie er in etlichen berühmten Gemälden männlicher Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts dargestellt wurde.

Weblink

Quelle

  • Presseaussendung der GROHAG vom 25. Juni 2021
Sonderausstellungen der Großglockner Hochalpenstraße
Dauerausstellungen der Großglockner Hochalpenstraße
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