Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Großglockner-Panorama von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
Großglockner-Panorama von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, Juni 2014
Aufnahmen von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aus, 2012, 3:17 min Video
Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe im 21. Jahrhundert
Kaiser-Statue und Inschrift am Kaiserstein erinnern an den Besuch von Kaiser Franz Joseph I.

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe befindet sich in der Glocknergruppe auf Kärntner Gebiet in 2 369 m ü. A. und ist über die mautpflichtige Großglockner Hochalpenstraße und deren Stichstichstraße, der Gletscherstraße, sowohl von Salzburg als auch von Kärnten erreichbar.

Geschichte

siehe auch Kaiser-Franz-Josefs-Höhe historisch

Benannt ist die Höhe nach dem Besuch des österreichischen Kaiserpaares Franz Joseph I. und Elisabeth im Jahr 1856. Der 26-jährige Monarch wünschte die Pasterze zu sehen und wanderte von Heiligenblut vier Stunden lang mit Gefolge die 1 100 Höhenmeter hinauf bis zu jenem Punkt, an dem dieses Ereignis bis heute in Stein gemeißelt zu sehen ist. Es ist der Kaiserstein auf der eigentlichen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Mit Erlaubnis des Kaisers wurde im Jahre 1905 dort die Schutzhütte Kaiser Franz Josef Haus erbaut.

Damals reichte die Pasterze noch knapp an das heutige Parkhaus Freiwandeck heran und östlich hinunter als bis zum heutigen Speicher Margaritze.

Bis 1935 führte die Alte Glocknerhausstraße nur bis zum Glocknerhaus. 1935, mit dem Baubeginn der Großglockner Hochalpenstraße, begann Ing. Franz Friedrich Wallack den Ausbau diese Straße mit Verlängerung bis auf die alte Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (also noch unterhalb der heute so bezeichneten, heute der Parkplatz Kaiser-Franz-Josefs-Höhe I). Diese Straße, die heute Gletscherstraße genannt wird, wurde am 2. Oktober 1932 eröffnet. Der Parkplatz auf der damals dann so bezeichneten 'Kaiser-Franz-Josefs-Höhe' wurde dann am 25. August 1933 fertiggestellt. Doch schon ein Jahr später wurde die Straße um einige hundert Meter bis zum heutigen Nationalparkplatz verlängert und hieß "Parkplatz Freiwandeck", benannt nach dem sich über dem gesamten Gelände erhebenden Freiwandeck.

Heute wird der gesamte Bereich zwischen dem ehemaligen Kaiser Franz Josef Haus mit den Parkplätzen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe I und II und dem Nationalparkplatz mit Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und dem Parkhaus Freiwandeck als die 'Kaiser-Franz-Josefs-Höhe' bezeichnet.

Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
Hauptartikel Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Zu sehen ist der längste Gletscher der Ostalpen, die Pasterze Die Ausstellung „Großglockner“ mit verschiedenen Schwerpunkten ist im Besucherzentrum eingerichtet. Im Glocknerkino beeindrucken faszinierende Impressionen des Großglockners vom Universumfilmer Georg Riha und im Glockner-Panorama-Raum. Ergänzt wird das Besucherzentrum noch durch die Sonderschau „WasserLeben“ sowie dem Harmonieraum und einen Kraftraum, wo die verschiedenen Energiefelder der Region um den höchsten Berg Österreichs untersucht werden.

Seit 7. Juli 2011 wird im Besucherzentrum eine Dauerausstellung „125 Jahre Automobilismus“ gezeigt.

Gletscherbahn

Hauptartikel Gletscherbahn Pasterze

Die Gletscherbahn führt von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe hinunter an den unteren Rand der Pasterze. Diese ist als einzige Einrichtung entlang der Großglockner Hochalpenstraße extra zu bezahlen. Für eine Besichtigung der Pasterze sollte man mit der Gletscherbahn etwa eine Stunde einplanen, geht man zu Fuß gute zwei Stunden.

Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte

Hauptartikel: Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte
die Swarovski-Warte

Oberhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, am „Panoramaweg Kaiserstein“ gelegen, ist diese 1998 errichtete Besucherattraktion zu finden. Der markante Turm aus Glas und Holz symbolisiert einen Bergkristall. Im Inneren des Gebäudes können mit Hilfe ausgesucht leistungsstarker optischer Geräte Tiere in freier Wildbahn (Steinböcke), aber auch Bergsteiger bei der Großglocknerbezwingung beobachtet werden.

Beliebte Wanderwege ausgehend von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Gamsgrubenweg innen
  • Panoramaweg Kaiserstein:
Hauptartikel: Panoramaweg Kaiserstein
Dieser führt oberhalb des Parkhaus Freiwandeck vorbei an der Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte und dem Kaiserstein zum ehemaligen Kaiser Franz Josef Haus. Von diesem Panoramaweg hat man einen eindrucksvollen Blick auf die gesamte Bergwelt und über die Pasterze.
  • Gamsgrubenweg:
Hauptartikel: Gamsgrubenweg
Diesen einmaligen Alpen-Panoramaweg hoch über der beeindruckenden Gletscherlandschaft der Pasterze mit Eisabbruch, Moräne und Gletscherzunge kann man gemütlich in 30 Minuten bis zur Hofmannshütte erwandern.
Am Ende des Weges, nach knapp einer Stunde Wanderung, kann man eine außerordentliche Rarität in den Alpen bestaunen: Gigantische Gletscherschliffe. Das sind auffallend glatte Felsen, die der mittlerweile abgeschmolzene Gletscher einst regelrecht poliert hatte. Denn ein Kubikmeter Eis wiegt fast eine Tonne. Ein langsam gleitender Gletscher von zehn Meter Dicke fräst somit den Fels mit fast zehn Tonnen Gewicht je Quadratmeter ab. Man kommt am Sonderschutzgebiet Gamsgrube vorbei.
Unterhalb des Gamsgrubenweges fällt eine eigenartige Linie auf. Oberhalb Bewuchs mit Gras und Blumen, unterhalb nichts als glatter Fels. Diese Linie markiert den Höchststand der Pasterze um 1856, als Kaiser Franz Joseph I. bis zu der nach ihm benannten Höhe aufgestiegen ist.
  • Gletscherweg Pasterze:
Ein gesicherter alpiner Steig (Gehzeit ca. 30 Minuten hinunter, herauf ca. eine Stunde) führt direkt auf den Pasterzengletscher. Es besteht auch die Möglichkeit, die kostenpflichtige Gletscherbahn zu benützen. Von der Pasterze führt der Pasterzenweg mit seinen "Stoamandl'n" über den Margaritzen-Stausee weiter zum Glocknerhaus.
Unterhalb des Wasserfallwinkels war die Pasterze noch rund 120 m dick (Stand Sommer 2007). Die Reibkraft des Gletschers ist dort enorm (siehe Gamsgrubenweg Beschreibung Gletscherschliff). Der abgeriebende Sand sammelt sich unter dem Gletscher, unterhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Sonstiges

Der Künstler Johann Weyringer schuf 2004 die Gestaltung des Nationalparkplatzes mit einer begehbaren Skulptur, dem steinernen, von einem monumentalen Boot gekrönten „Wellenberg“.

Veranstaltungen

Bildergalerie

historische Bilder aus diesem Bereich

Bilder der Neuzeit

Quellen