Landesgeschäftsstelle Salzburg des Österreichischen Schwarzen Kreuzes

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Die Landesgeschäftsstelle Salzburg des Österreichischen Schwarzen Kreuzes ist die Landesgeschäftsstelle Salzburg des Österreichischen Schwarzen Kreuzes.

Vereinszweck

Das Österreichische Schwarze Kreuz ist ein Verein nach dem Vereinsgesetz. Es setzt sich

  • in Österreich die würdige Errichtung von Soldatenfriedhöfen und sonstigen Kriegsgräberanlagen der Angehörigen aller Nationen und Glaubensbekenntnisse, der Gräber der Bombenopfer sowie der Opfer politischer und rassischer Verfolgung aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges sowie die Pflege und Erhaltung von Kriegsgräbern aus der Zeit vor oder aus dem Ersten Weltkrieg,
  • im Ausland die würdige Errichtung und Pflege von Soldatenfriedhöfen von Angehörigen der k. u. k. Armee und der einschlägigen historischen Anlagen, sofern diese noch vorhanden sind,

zum Ziel.

Tätigkeiten

Das Schwarze Kreuz Salzburg betreut im Land Salzburg 53 Gräberanlagen, auf denen ausländische Soldaten bestattet sind, sowie eine Reihe ausländischer Gedenkstätten:

  • Im Trentino (Italien):
    • In Folgaria einen österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhof mit 2 503 Toten;
    • in Luserna eine Anlage mit etwa 500 Toten;
  • in Slowenien, in Loce und Modrejce, in denen Gefallene der Isonzo-Schlachten des Ersten Weltkrieges begraben sind, besonders in Log pod Mangartom, sechs Anlagen mit 11 000 Toten;
  • In Galizien (Polen) die Gedenkstätte k. u. k. Soldatenfriedenhof „Zuckerhut“ bei Lichwin im Bezirk Tarnow mit 900 österreichisch-ungarischen sowie 250 russischen Soldaten, dazu weitere Anlagen in Zusammenarbeit mit den Landesgeschäftsstellen Oberösterreich und Vorarlberg; auf diesem Soldatenfriedhof liegen Gefallene des k.u.k. Infanterieregiments "Erzherzog Rainer" Nr. 59 von den Schlachten um Tarnow und Gorlice in Galizien Anfang Mai 1915.
  • In Russland – in der Republik Tatarstan – einen Friedhof mit 140 österreichisch-ungarischen Soldaten.

In Salzburg kümmert sich das Österreichische Schwarze Kreuz neben den Kriegsgräbern am Salzburger Kommunalfriedhof für Bombenopfer und gefallene Soldaten auch um den Lagerfriedhof von Russen aus dem Ersten Weltkrieg, Jugoslawen, Italienern und Österreichern aus dem Zweiten Weltkrieg und um den so genannten Russenfriedhof in St. Johann aus dem Zweiten Weltkrieg sowie um die Kriegsdenkmäler in St. Johann, Lend, Saalfelden, Zell am See, Bad Hofgastein und Böckstein.

Neben der Betreuung der Soldatenfriedhöfe nimmt das Schwarze Kreuz Salzburg auch an vielen Gedenkfeiern teil, so jedes Jahr mit einer Kameradschaft in Folgaria.

Ein Großteil des Geldes für die Sanierung der Kriegsgräber in Salzburg und außerhalb Salzburgs stammt aus Sammlungen. Damit werden 53 Kriegsgräberanlagen in Salzburg für 5 421 Kriegstote aus dem Ersten und 5 521 aus dem Zweiten Weltkrieg betreut. Überdies ist die Kriegsgräber- und Denkmalpflege im Staatsvertrag vom 15. Mai 1955 geregelt (Art 19), wonach sich Österreich zur Achtung, zum Schutz und zur Erhaltung von Gräbern von Soldaten, Kriegsgefangenen usw. verpflichtet.

Geschäftsstelle

Landesgeschäftsführer ist Josef Hohenwarter: „Unsere Arbeit soll ein würdiges Gedenken an die gefallenen Soldaten ermöglichen – gleichzeitig aber auch Brücken der Versöhnung zu den ehemaligen Feinden schlagen. … Niemand kann den furchtbaren Krieg ungeschehen machen, aber unser gemeinsames Eintreten für die Soldatenfriedhöfe hat in vielen Fällen aus früheren Feinden Freunde gemacht. Das ist ein wunderbarer Lohn für unsere Arbeit für das Schwarze Kreuz.“

Adresse

Österreichisches Schwarzes Kreuz
Landesgeschäftsstelle Salzburg
Michael-Pacher-Straße 11
5020 Salzburg

Quellen

Weblinks