Landeszentrum für Hör- und Sehbildung

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Das Landeszentrum für Hör- und Sehbildung (LZHS) ist eine betriebsähnliche Einrichtung des Landes Salzburg für hör- und sehbehinderte Kinder und Jugendliche im Stadtteil Lehen in der Stadt Salzburg.

Betriebsgegenstand

Betriebsgegenstand ist das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur Erziehung und Schulbildung, zur beruflichen Eingliederung sowie zur sozialen Eingliederung gemäß dem Salzburger Behindertengesetz.

Geschichte

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Regierung von Kaiser Franz Joseph I. fasste der Salzburger Landtag am 15. Jänner 1895 den Beschluss, eine Landes-Erziehungsanstalt für blinde und taubstumme Kinder zu gründen. Im Februar 1897 erwarb das Land Salzburg dafür das dem Lazarettfonds gehörende O'Donell'sche Schloss in Lehen mit seinem umfriedeten Park. Am 16. September 1898 wurde die Landes-Taubstummenanstalt Salzburg feierlich eingeweiht und begann der Unterricht für zwölf Kinder in der ersten Klasse. Erster Direktor war bis 1920 Ludwig Angelberger, dem Leopold Schneider folgte.

So ging es weiter:

  • 1931 wurde Josef Rehrl, der Bruder des damaligen Landeshauptmannes Dr. Franz Rehrl, mit der Leitung des Institutes, betraut.
  • 1951 wurde ein Schulneubau für die Volks- und Hauptschule für gehörlose und schwerhörige Kinder errichtet.
  • 19551956 wurde ein Werkstättengebäude für die Berufsausbildung zum Tischler errichtet.
  • Am 7. Jänner 1964 wird der neu eingerichtete heilpädagogische Sonderkindergarten eröffnet.
  • 1969 wurde die Taubstummenanstalt anlässlich der 75-Jahr-Feier ihres Bestehens in „Landesinstitut für Hörbehinderte“ umbenannt.
  • Am 26. Juni 1998 fand die 100-Jahr-Feier statt[1] und es erschien die Festschrift „Landesinstitut für Hörbehinderte: Frühförderung, Kindergarten, Sonderpädagogisches Zentrum, Schulen, Internat, Berufsausbildung; 1898 bis 1998“.[2].
  • Am 13. Juni 2002 erhielt die „Volks- und Hauptschule für gehörlose und schwerhörige Kinder“ in Würdigung der Verdienste von Josef Rehrl den Namenszusatz „Josef Rehrl“ und wird seither kurz als „Josef-Rehrl-Schule“ bezeichnet.
  • Am 16. November 2010 beschloss die Landesregierung eine Umbenennung in Landeszentrum für Hör- und Sehbildung, um dem veränderten Sprachgebrauch zu entsprechen, insbesondere jedoch das umfassende und durchgängige Angebot der Förder- und Bildungskette hervorzuheben, das für leicht, mittel und hochgradig hörgeschädigte Menschen heute zur Verfügung steht.

Eine ausführliche Darstellung der Geschichte der Landestaubstummenanstalt sowie der Josef-Rehrl-Schule wurde von HR Dr. Friederike Zaisberger und Mag. Werner Leidenfrost verfasst und ist auf der Homepage der Josef-Rehrl-Schule[3] nachzulesen.

Rechtsträger

Rechtsträger des LZHS ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 − Gesundheit und Sport).

Bereiche

  • Hör-Frühförderung; Seh-Frühförderung
  • Kindergarten
  • Berufsausbildung (Koch, Tischler, Gärtner)
  • Verwaltung

Das Landeszentrum für Hör- und Sehbildung nimmt für das Land Salzburg die Funktion des Schulerhalters für die dem LZHS angeschlossene Josef-Rehrl-Schule wahr.

Adresse

Landeszentrum für Hör- und Sehbildung
Gailenbachweg 3
5020 Salzburg
Telefon: (06 62) 43 11 47
Telefax: (06 62) 43 11 47 - 27
E-Mail: lzhs@salzburg.gv.at

Daten und Zahlen

Der Wirtschaftsplan und der Dienstpostenplan des „Landeszentrums für Hör- und Sehbildung“ sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts.[4] [5] [6]

Wirtschaftsplan LV2015 LV2014 RA2013
Ausgaben 2 664 2 584 2 752
Einnahmen 1 070 1 596 1 051
Differenz/Abgang 1 594 1 596 1 701

Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind nur teilweise in der Berufsausbildung durch die Behindertenhilfe gegenfinanziert. Die Frühförderung und der Kindergarten werden als Abgang vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise