Mahnmal NS-Opfer Schießplatz Glanegg

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Mahnmal NS-Opfer Schießplatz Glanegg befindet sich in der Flachgauer Marktgemeinde Grödig am Bundesheer Schießplatz Glanegg im Ortsteil Glanegg.

Geschichte

Stolperstein für Johann Pichler, hingerichtet in Glanegg am 26.9.1939 wegen Wehrdienstverweigerung

Während der Zeit des Nationalsozialismus fanden 1939 und 1944 auf diesem Schießplatz Hinrichtungen statt. Bei den Opfern handelte es sich um zwei Mitglieder der Zeugen Jehovas (Johann Pichler und Josef Wegscheider), die 1939 zur Exekution wegen Wehrdienstverweigerung verurteilt wurden sowie um vier Soldaten, die vom Militärgericht der 188. Division bzw. vom SS-Polizeigericht im April, Juli und Dezember 1944 erschossen wurden. Im selben Jahr wurde auch ein Soldat erhängt. Die Hintergründe der Verurteilung der vier Soldaten bleiben trotz Forschungen im deutschen Bundesarchiv im Dunkeln.

Das letzte Opfer war der Goldegger Bauernsohn Georg Kössner, der am 8. März 1945, nur zwei Monate vor der Kapitulation des Deutschen Reichs, in Glanegg erschossen wurde.

Von den Hingerichteten, die in Glanegg zwischen 1939 und 1945 erschossen wurden, sind nur sieben Personen namentlich bekannt.

Am 30. September 2011 wurde im Rahmen der Angelobung von 170 Rekruten des Österreichischen Bundesheeres das Mahnmal enthüllt.

Ein Findling aus Untersberger Marmor trägt eine kleine Tafel mit den Namen der sechs Opfer sowie folgender Inschrift: Im Gedenken an Opfer von Krieg und politischer Verfolgung. Auf dem Schießplatz Glanegg wurden unter dem NS-Regime zwischen 1939 und 1944 sechs Menschen hingerichtet.

Quellen