Maria Maltschnig

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Maria Rosa Maltschnig (* 1985 in Zell am See) ist Direktorin des Karl-Renner-Instituts, der politischen Akademie der SPÖ.

Leben

Maria Maltschnig ist eine Tochter des ehemaliger Bürgermeisters von Zell am See Georg Maltschnig[1] und der Hauptschullehrerin Inge Maltschnig.[2] Schon in der Jugend wurde ihr Interesse für Politik grundgelegt – zu Hause wurde viel über Politik geredet, Maria und ihre jüngere Schwester Eva stürzten sich allwöchentlich auf die vom Vater abbonierte Zeitschrift „Profil“.[1]

Sie legte im Jahr 2004 am Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Zell am See die Matura ab.[3] Anschließend absolvierte sie an der Wirtschaftsuniversität Wien ein Diplomstudium der Sozioökonomie. Während des Studiums trat sie dem Verband Sozialistischer Studenten (VSStÖ) bei[1], dessen Bundesvorsitzende sie 2008/09 war.

Von Alfred Gusenbauers (SPÖ-Bundeskanzler 2007/2008) Bildungspolitik enttäuscht, trat Maltschnig aus der SPÖ aus, jedoch bald darauf – wegen der aus Protest gegen Gusenbauer im Jahr 2007 neugegründeten Sektion 8 der Wiener SPÖ – wieder ein.[4] Sie gehörte mit ihrer Schwester Eva zu den jungen Sozialdemokraten, die ab 2007 diese Sektion übernahmen und zu einem Zentrum innerparteillicher Kritik und Innovation entwickelten.[5] Ihre Diplomarbeit verfasste sie am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte über das Thema „Die Entstehungsgeschichte der Dienstleistungsrichtlinie. Gewerkschaftliches Lobbying auf Europäischer Ebene“ (2010).[6]

Nach Abschluss des Studiums fand sie eine Anstellung in der wirtschaftspolitischen Abteilung der Wiener Arbeiterkammer.[1] Im Jahr 2012 wurde sie vom damaligen Staatssekretär Andreas Schieder als Fachreferentin für Kapitalmarkt, Wirtschaftspolitik sowie europäische und internationale Angelegenheiten in dessen politisches Büro geholt, wo sie auch unter der nachfolgenden Staatssekretärin Sonja Steßl bis 2014 blieb.[1][7]

Sie wurde Mutter einer Tochter.

Nach der Karenz ging sie zu den ÖBB, wo sie bald darauf Assistentin des Vorstandsvorsitzenden Mag. Christian Kern war.[1] Als Kern nicht lange danach im Mai 2016 im Begriff war, in das Bundeskanzleramt einzuziehen, sagte er zu ihr zwischen Tür und Angel: „Ich würde vorschlagen, Sie kommen mit mir ins Bundeskanzleramt, und meine Vorstellung wäre, dass Sie dort die Funktion der Kabinettschefin übernehmen.“ Maltschnig, bis dahin keine enge Vertraute des ÖBB-Chefs, schluckte kräftig, nahm sich ein paar Stunden Bedenkzeit und sagte dann zu.[8] Kein halbes Jahr verließ sie das Kabinett des Bundeskanzlers wieder und wurde Direktorin des Karl-Renner-Instituts, der politischen Akademie der SPÖ.[1]

Quellen