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Geschichte Faistenaus

Erstmalige Erwähnung der Vaistenow 1324

Erstmals erwähnt ist ein Gemeindegebiet der Faistenau schon 1182, allerdings lediglich die Tiefbrunnau: anlässlich der Weihte der Martinskirche in Thalgau am 17. Mai 1182 schenkte Erzbischof Konrad III. der Pfarre Thalgau die Tiefbrunnau.[1]

Am 1. Mai 1324 wies Vicedom Heinrich von Lampoding († 1347) in einer Urkunde[2] einen Bauplatz für eine Kirche auf dem Gebiet des heutigen Dorfes, das durch Schwenden[3] gerodet worden war, und nennt dann den Ort darin in der Geswant.[4]
In einer weiteren Urkunde,[5] die Erzbischof Friedrich III. am 11. November 1324 unterzeichnete, wird die Gegend innerhalb des waldes erwähnt: Vaistenow, Tevffenprunneow und Chueleuten, also die jetzigen Ortschaften Wald, Faistenau und Tiefbrunnau, zudem das Gebiet der Kühleiten in der Tiefbrunnau.

Beschreibung der Faistenau 1832

Benedikt Pillwein veröffentlichte 1843, mit dem Wissensstand von 1832 bzw. basiert derselbe auf Angaben des Faistenauer Vikars (1826 – 1832) Simon Bauernfeind, Folgendes über das Vikariat Faistenau, geografisch mit der heutigen Gemeinde Faistenau ident:[6]

Im Vikariate Faistenau (fett, windig) befinden sich außer dem gleichnamigen Dorfe noch die Ortschaften Alm, Anger, Lidaun, Ramsau, Tiefbrunnau, Vordersee und Wald mit 167 Häusern, 193 Wohnparteyen und 1090 Einwohnern.
Feistenau, Faistenau, ein Dorf mit 9 Häusern, 10 Wohnparteyen, 66 Bewohnern.

Die hiesige Kirche mit 4 Altären, verschiedenen Gemählden und Schnitzwerken wurde zu Ehren des h. Jakob des Größeren (mit der Rosenkranzbruderschaft) um 1390 durch 2 Brüder von Thurn erbaut, 1625 die Kirche und der Thurm vergrößert, 1703 die Emporkirche errichtet, 1825 die Orgel von Karl Mauracher aus Fügen in Tyrol aufgestellt, 1829 ein neuer Chor aufgeführt. Viele alte Grabsteine sind bereits abgetreten; sieben andere von weißem und rothem Marmor dem Andenken hier verstorbener Vikare und einigen Privaten gewidmet, und von den Jahren 1604, 1705, 1708, 1759, 1789, 1801 und 1809.
Die vier Glocken enthalten die Jahreszahlen von 1400, 1580, 1731 und 1774.

Der Gottesacker entstand 1605.

Im Jahre 1622 trat Johann Christoph Stenglmayr als Vikar auf. Früher versahen das Vikariat Priester aus Thalgau.

Ein ordentlicher Schulmann kam erst 1822 hierher; früher versah ein Meßner seine Dienste. 1803 wurde das gegenwärtige Schul- und Meßnerhaus aufgeführt. Die Schule zählt 112 Werktags-, 73 Wiederholungsschüler. (Vikar Siegmund Bauernfeind[7] mit neuen Daten).

  1. Quelle ANNO], Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1879
  2. Siehe Urkunde [1], aufgerufen am 24. Jänner 2015.
  3. Wikipedia, Schwendbau: [2], aufgerufen am 27. Dezember 2015.
  4. Bis jetzt (2015) ist/war der Ausdruck „Gschwandtler“ oder „Gschwandtlerin“ in der Faistenau zu hören, mit dem ein Dörfler oder eine Dörflerin gemeint ist, also eine Person, die direkt im Dorfe Faistenau wohnt oder von dort stammt.
  5. Siehe Urkunde: [3], aufgerufen am 25. Jänner 2015.
  6. Pillwein, Benedikt: Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg. Mit einem Register, welches zugleich das topographische und genealogische Lexikon ist und der Kreiskarte versehen. Geographisch-historisch-statistisches Detail nach Distrikts-Kommissariaten. 1. Auflage. 5 Teile. Joh. Christ. Quandt, Linz 1827–39. 2. Aufl. 1843. S. 390f.
  7. Simon Bauernfeind war 1826–1832 Vikar in der Faistenau gewesen. Siehe: Liste der Vikare von Faistenau, aufgerufen am 27. Juni 2016.