Richard Tauber

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Richard Tauber in einer Aufnahme um 1928.

Kammersänger Richard Tauber, geboren als Richard Denemy (* 16. Mai 1891 in Linz, .[1]; † 8. Jänner 1948 in London, Großbritannien) war ein österreichischer Opernsänger (Tenor). Von der Presse und der Werbung wurde ihm der Name „König des Belcanto“ verliehen.

Leben

Richard Tauber war der Sohn der Schauspielerin und Sängerin Elisabeth Denemy, verwitwete Seyfferth (* 1847; † 1938), der Tochter des Theaterdirektors Gottfried Denemy (* 1810; † 1891)[2], und deren späteren Ehemanns und Theaterdirektors Richard Anton Tauber (* 1861; † 1942), der ihn 1913 adoptierte.[3]

Richard Denemy-Tauber studierte von 1908 bis 1910 am Hoch'schen Konservatorium in Frankfurt am Main Klavier, Komposition und Dirigieren und erhielt von 1911 bis 1912 in Freiburg im Breisgau Gesangsunterricht.

Am 2. März 1913 sang Tauber zum ersten Mal in einer Oper. Er debütierte am Theater Chemnitz als Tamino in Die Zauberflöte von Wolfgang Amadé Mozart. Von 1913 bis 1918 war er königlicher Hofopernsänger in Dresden (Deutschland#Sachsen).

Ab 1930 war Tauber auch als Filmschauspieler und -produzent tätig, sah sich jedoch 1933 gezwungen, zunächst nach Wien, nach dem Anschluss nach London auszuwandern. 1940 erhielt er die britische Staatsbürgerschaft.

Tauber und Salzburg

1921 trat er zum ersten Mal in einer Operette von Franz Lehár auf; er sang in der Zigeunerliebe am Stadttheater Salzburg.

Zwischen 1922 und 1925 machte sich Tauber einen Namen als genialer Interpret von Mozart-Opern und sein Freund Franz Lehár schrieb ihm in vielen seiner Operetten die Tenorpartien auf den Leib. In dieser Zeit begannen Taubers regelmäßige Engagements bei den Salzburger Festspielen. Bereits 1922 trat er in der ersten Opernaufführung der Salzburger Festspiele als Don Ottavio im Don Giovanni sowie als Belmonte in Die Entführung aus dem Serail auf. 1926 trat er in beiden Opern erneut als Don Ottavio und als Belmonte auf, sowie in zwei Aufführungen von Die Fledermaus als Gabriel von Eisenstein.

Im 1925 eröffneten Kino Hallein wurde am 18. April 1931 der erste Tonfilm mit Richard Tauber in einer Hauptrolle vorgeführt.

"Lichtton-Kino Hallein. Samstag, den 18. April, 5 und 8 Uhr, Sonntag, den 19. April, 3, 5 und 8 Uhr, Montag, den 20. April, 8 Uhr, der 100 prozentige Ton- und Sprechfilm: „Der Herr Kammersänger“. Der weltbekannte Tenor Richard Tauber in der Hauptrolle. Die Kunstkriktik schreibt: „Der Herr Kammersänger“ ist eine Leistung des Tonfilms, wie sie kaum überboten werden kann. Sprache, Gesang, Personen wie am Theater, nur daß dieses in technischer Hinsicht hinter dem Film zurückbleiben muß. Aufnahmen, wie Heiligenblut mit dem Großglockner, die Messe im Dorfkirchlein, die Vorstellung im Berliner Theater und die Schlußszene wieder in der Kirche kann kein Kulissenzauber, keine Theatermalerei ersetzen. — Die Handlung, einfach und doch spannend, läßt uns Richard Tauber zuerst in Heiligenblut am Kirchenchor, dann im Gasthaus seiner Mutter hören, wo ein Manager (Karl Elzer) ihn gewinnt. Die herrliche Stimme öffnet ihm alle Türen, er wird Kammersänger und begeistert ganz Berlin. Nur eine ist nicht zufrieden, die herzige Lenerl, (Lucie Englisch) die sich vergessen glaubt und den lustigen Loisl (Oskar Sima) heiratet, als den Kammersänger gerade die Sehnsucht in die Heimat zurücktreibt. Ein Film, der Auge, Ohr und Gemüt erfreut, szenisch und technisch aus voller Höhe ist. Karten sichern!"[4]

Weiterführend

Für Informationen zu Richard Tauber, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen

Einzelnachweis