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Salzburger Festspiele 1926

Die fünften Salzburger Festspiele fanden vom 7. bis 29. August 1926 statt.

Über die Festspiele

Es war ein Jahr des Aufbruchs, in dem das unzureichende Festspielhausprovisorium Clemens Holzmeister verbessert wurde. Die Akustik wurde durch eine Holzabdeckung des offenen Dachstuhls verbessert und Holzmeister ließ Seitengalerien anbringen. Das Eingangsfoyer wurde von Anton Faistauer mit über 200 Fresken künstlerisch gestaltet. Die Kleine Winterreitschule mit ihren Deckengemälden von Rottmayr und Lederwasch wurde am 23. August mit einem Festspielball als Pausenraum eröffnet.

Ebenso wichtig war die Inbetriebnahme der Felsenreitschule als zweiter Spielstätte: Max Reinhardt inszenierte hier Goldonis Diener zweier Herren. Mit der Ariadne auf Naxos von Richard Strauss, die Clemens Krauss dirigierte, wurde erstmals eine zeitgenössische Oper gespielt. Und eine weitere Novität bildeten drei Solistenkonzerte auf dem Spielplan. In die Festspielleitung berief Heinrich Baron Puthon zum Präsidenten und das „Gesetz über die Bildung eines Fonds zur Förderung des Fremdenverkehrs im Land Salzburg“ sorgte für eine wirtschaftliche Absicherung der Festspiele.

Das Programm

Mit einem Festakt am 7. August um 19:30 Uhr wurde das Festspielhaus eröffnet. Um 20:30 Uhr sprachen der Bürgermeister der Stadt Salzburg Josef Preis, Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl und Präsident Puthon. Die musikalische Umrahmung wurde von Joseph Messner dirigiert, der auch selbst Orgel spielte, Solistin war Maria Keldorfer-Gehmacher sowie die Salzburger Liedertafel und die Salzburger Sängervereinigungen.

Schauspiel: Jedermann, Der Diener zweier Herren, Turandot;
Oper: Aufführungen der Wiener Staatsoper, Die Entführung aus dem Serail, Don Juan (Wolfgang Amadé Mozart), Die Fledermaus (Johann Strauss), Ariadne auf Naxos (Richard Strauss), Don Juan (Christoph Willibald Gluck), La serva padrona und Les petits Riens von Mozart;
Orchester- und Kammerkonzerte, ein Liederabend (u. a. mit Robert Scholz), Solistenkonzerte, ein Konzert geistlicher Musik sowie zwei Konzerte des Wiener Männergesangs-Vereins;

Quellen