Salzburger Alpenflug Gesellschaft

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Die Salzburger Alpenflug Gesellschaft war ein Unternehmen, das in den 1920er-Jahren bestand, Rundflüge anbot und Flugzeuge herstellte.

Geschichte

Die Gesellschaft wurde 1926 gegründet. Der Anfang August 1926 mit seinem Leichtflugzeug D-608 in Salzburg eingetroffene Pilot Hans Guritzer plante diese Gesellschaft. Er war aus der Daimler-Motorengesellschaft, die in Sindelfingen bei Stuttgart beheimatet war, ausgeschieden. Er wollte nun vom Flughafen Salzburg in der Gemeinde Maxglan aus Rundflüge anbieten und eine Flugschule einrichten.

Zusammen mit dem Flugzeugkonstrukteur Wilhelm van Nes hatte Guritzer schon im Juni 1926 beim Bundesministerium für Hand und Verkehr in Wien um Unterstützung seines Unternehmens angesucht. Er erhielt auch eine ideelle Unterstützung zugesagt.

Am 19. September 1926 fand dann ein Großflugtag der Salzburger Alpenflug Gesellschaft am Flughafen in Maxglan statt. Veranstalter waren Guritzer und die Konzertdirektor Max Swatschek.

Die Rundflüge wurden mit einer zweisitzigen Klemm L 20 geflogen. Diese Maschine hatte einen Motor, der 19 PS entwickelte. Das Leergewicht betrug 267 Kilo und es konnte eine Geschwindigkeit von 90 bis 120 km/h erreichen.

Die Flugzeuge wurden dann vom Salzburger Tischler Martin Gstür nach Plänen von van Nes gebaut. Bei dem Flugzeug handelte es sich um einen Sport-Zweisitzer-Doppeldecker mit einem 31-PS-Motor und Aluminium-Propellern. Am 21. Mai 1927 fand die Weihe des ersten Salzburger Kleinflugzeuges Bonzo A-30/1 durch Fürsterzbischof Ignaz Rieder am Flughafen Salzburg im Beisein von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl und Auftraggeber Hans Guritzer statt, zu der viel Prominenz erschien. Doch schon drei Monate später stürzte Van Nes am 20. August mit seinem BonzoA-30/1 ab und verletzte sich dabei. Die mangelnde Betriebszuverlässigkeit des Anzani-Motors war die Ursache des Absturzes. Seitdem erwähnen Salzburger Quellen van Nes nicht mehr.

Quellen

  • ANNO, Innsbrucker Nachrichten, Ausgabe vom 26. Februar 1927, Seite 10