Schöffleute

Aus Salzburgwiki
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Schöffleute wurden die Salzachschiffer genannt.

Geschichte

Zur Zeit des Salzabbaus in den Salinen Halleins, Berchtesgadens und Reichenhalls transportierten Schöffleute auf ihren Zillen (Plätten) das Salz über die Salzach, den Inn und die Donau ins Schwarze Meer.

Die Schöffleute führten nicht ungefährliche Salztransporte durch. Aber sie verdienten dafür sehr gut und waren in der Gesellschaft hoch angesehen. Es fehlte ihnen jedoch an der sozialen Absicherung. So mussten sie alljährlich zwischen dem Rupertitag und dem Wiederbeginn der Salzschifffahrt im Frühjahr für Einkünfte selbst sorgen. Sie schnitzten tragbare Weihnachtskrippen, mit denen sie im Advent durch das Land zogen, gingen Sternsingen oder zogen mit ihrem Schöffleuttheater von Dorf zu Dorf. Alte Schöffleutbräuche waren auch das Anglöckeln, Sternsingen und das Frauentragen, szenisch zusammengefasst.

Während die Häuser der Schiffsherren und Ausfergen das Stadtbild von Laufen prägten, waren die Schöffleute fast durchwegs in den Vorstädten angesiedelt. Im Jahr 1557 lebten von den 255 Schöffleuten nur 18 in der Stadt, 116 in der Altach, 54 in Oberndorf und 67 in Obslaufen.[1]

Siehe auch

Quellen

Einzelnachweise

  1. Heinz Dopsch, Hans Roth (Hrsg.): Laufen und Oberndorf - 1 250 Jahre Geschichte, Wirtschaft und Kultur an beiden Ufern der Salzach, Laufen und Oberndorf, 1998, S. 72