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Rupertitag

Der Rupertitag ist der Gedenktag des Salzburger Landespatrons, des hl. Rupert von Worms. Er wird am 24. September begangen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

24. September 774: Bischof Virgil weihte den von ihm errichteten Dom und ließ die Gebeine des hl. Rupert von St. Peter in die neue Kirche überführen.

24. September 1127: Erzbischof Konrad I. nahm nach dem Dombrand, der im Mai 1127 die Kirche verwüstet hatte, die Neueinweihung am 24. September vor.

25. September 1628: Nach einem neuerlichen Brand im Dezember 1598 ließ Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau den alten Konradinischen Dom abreißen und wollte einen neuen, viel größeren errichten. Dazu kam er aber nicht mehr aufgrund seiner Gefangennahme. Der neue Dom wurde erst unter Fürsterzbischof Markus Sittikus begonnen und von Fürsterzbischof Paris Graf Lodron fertiggestellt und von ihm wiederum am 24. September 1628 eingeweiht.

Bei der Bevölkerung war der Rupertitag darüber hinaus seit alters her auch der Tag, an dem weltliche Angelegenheiten geregelt wurden. So waren zahlreiche Zinsverpflichtungen der Bauern zu Ruperti fällig. Das brachte mit sich, dass die Bauern und Händler vom Land in die Stadt kamen, ihre Angelegenheiten regelten und gleichzeitig auch ihre Waren in der Stadt zum Verkauf anboten. Aus diesem Marktleben wurde ein Jahrmarkt, der sich aufgrund der Verleihung des Marktrechtes durch Kaiser Otto III. im Jahr 996 im Wege des Gewohnheitsrechtes und ohne besondere Verbriefung entwickelte. Der Rupertikirtag war geboren.

Landesfeiertag

1934 wurde der Rupertitag als Landesfeiertag durch eine Verordnung der Landesregierung, LGBl. 116/1934 eingeführt.[1] Die Militärregierung genehmigte am 24. September 1945 den Rupertitag wieder als Landesfeiertag.[2] Der Rupertitag wurde in den 1960er-Jahren - neben dem Nationalfeiertag - zur Stärkung des Bewusstseins für Österreich und die Länder auch im Bundesdienst als regionaler Feiertag eingeführt.[3] Das Schulzeitgesetz, BGBl. 193/1964, bestimmte in § 2 Abs.4, dass jene Schultage in jenem Bundesland "schulfrei" sind, die der Festtag des Landespatrons sowie der Landesfeiertag sind, wenn ein solcher in dem betreffenden Bundesland arbeitsfrei begangen wird.[4] Bis in die 1990er-Jahre war der Rupertitag noch ein (Landes-)Feiertag für alle Bundes- und Landesbediensteten. Mit Wirkung vom 1. Jänner 1998 wurde der Feiertag für die Mitarbeiter im Landesdienst abgeschafft.[5]. In den Schulen gilt er nach dem Schulzeitgesetz (geltende Fassung) weiterhin als schulfreier Tag.

Rupertikirtag

Hauptartikel: Rupertikirtag

Rund um den Rupertitag findet jedes Jahr der fünftägige Rupertikirtag in der Stadt Salzburg statt.

Festliche Aktivitäten

Seit den 1990er-Jahren sind am Rupertitag folgende festliche Aktivitäten zu hören und zu sehen.

Etwa um 09:00 Uhr zieht ein Festzug nach St. Peter. Von der Festung Hohensalzburg feuern Prangerschützen mehrere Salven ihren Stutzen zum Salut. Etwa um 9:45 läuten die Glocken des Salzburger Doms und rufen zum Festgottesdienst. Den liturgischen Höhepunkt des Festgottesdienstes zeigt um etwa 11:15 Uhr die große Salvatorglocke (Gewicht: 14 256 kg, Ton Es) an. Um 12:00 verkündet das gesamte Geläute des Domes die jährliche Wiederkehr des Jubiläums zu Ehren des Heiligen Rupertus.

Abends, gegen 21:00 Uhr, erleuchtet ein großes Feuerwerk den Himmel über der Altstadt von Salzburg und beendet den Rupertikirtag.

Quelle

Einzelnachweise