Seekareck

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Auf dem Seekareck
Das Seekareck (links)
Auf dem Seekareck

Das Seekareck ist ein Berg nördlich von Obertauern und gehört zu den Radstädter Tauern.

Geografie

Der 2 217 m ü. A. hohe Berg befindet sich nordwestlich des Grünwaldsees. An seiner Ostflanke verläuft der Wanderweg rund um das Seekar. Bis knapp unter seinen Gipfel führt südöstlich ein Skilift vom Gründwaldsee herauf.

Ereignis

Die Abfahrt im freien Gelände zwischen Seekareck und Seekarspitze am späten Mittwochvormittag, den 20. Jänner 2021, wäre beinahe nicht nur einer Skifahrerin zum Verhängnis geworden, sondern auch mehreren Rettern. Die Frau war Teil einer Gruppe, die kurz vor elf Uhr in den Hang eingefahren war. Dort lösten die Wintersportler eine Lawine aus. Während ihre Begleiter mit dem Schrecken davonkamen, wurde die 38-Jährige verschüttet.

Einige Alpinpolizisten und Bergretter waren wenige Hundert Meter entfernt im Bereich der Seekarspitze gerade für Fernsehaufnahmen mit einem Hubschrauber unterwegs, als ein Liftbediensteter die Einsatzkräfte alarmierte. Wenige Minuten später waren die ersten Helfer vor Ort. Während die Einsatzkräfte die Begleiter der verschütteten Frau bei der Suche unterstützten, fuhr oberhalb ein weiterer Freerider in den Hang ein - und löste neuerlich eine Lawine aus. Zwei Bergretter wurden teilweise verschüttet. Sie blieben unverletzt und schafften es, sich selbst zu befreien.

Die verletzte Skifahrerin steckte zu diesem Zeitpunkt noch in den Schneemassen, wurde aber nicht weiter verschüttet. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Kardinal Schwarzenberg Klinikum nach Schwarzach im Pongau geflogen. "Die Patientin ist stabil und außer Lebensgefahr. Sie befindet sich zur Beobachtung auf der Intensivstation", sagte Sprecher Florian Emminger. Sie sei ansprechbar und bedanke sich bei ihren Rettern.

Jenem 35-jährigen Skifahrer, der die zweite Lawine ausgelöst hat, drohen wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit strafrechtliche Konsequenzen. Die Alpinpolizei werde nach der Befragung des Manns der Staatsanwaltschaft berichten. "Er war sich dessen bewusst, dass es ein Riesenfehler war", sagte Hauer. "Bei dieser Lawinenwarnstufe[1] sollte man in so einen Hang nicht einfahren."

Weblinks

Quelle

Fußnote

  1. es herrschte Warnstufe drei von fünf