Bergwerk Seekar

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Das Bergwerk Seekar befand sich am Seekar (Schladminger Tauern) in den Radstädter Tauern. Es wurden Kupfer- und Silbererze abgebaut. Das Bergwerk wurde 1914 eingestellt.

Geschichte

Es wird vermutet, dass bereits die Römer im Seekar nach Kupfer gegraben haben.

Die erste Firma, die um 1500 im Auftrag der Salzburger Erzbischöfe am Seekar tätig war, hieß flachgauerische Perckwerckhs Handel. Nach Erzbischof Johann Jakob Kuen von Belasy wurde dann wohl auch der Johann-Jakob-Erbstollen benannt. Daneben gab es noch zwei höher gelegene Stollen, den Margareth- und Gottesgab-Stollen.

Etwa 70 Knappen sollen 1640 die Erze abgebaut haben, die ab 1659 dann in einer Schmelzhütte am Mühlberg bei Radstadt verhüttet wurden.

Der Johann-Jakob-Stollen wurde am 3. Jänner 1682 durch eine Lawine verschüttet und deren Betrieb musste eingestellt werden. Man vermutet, dass dieser Grund sowie die Abnahme der Ergiebigkeit der Stollen im Seekar dazu geführt hatten, dass auch der Stahlhammer beim Hammerwirt, der zum Hüttenwerk Flachau gehörte daraufhin seine Arbeit einstellte.

Nach etlichen Jahren unternahm man einen neuen Versuch des Abbaus, der aber um 1870 abermals eingestellt werden musste. Die vorhanden Förderhorizonte waren erschöpft und für neue Stollenbohrungen fehlte das nötige Geld. Dr. Hecker und Dr. Emil Müller aus Berlin, Deutschland, erwarben das Bergwerk 1910. Mit einer Kompressanlage wurde eine neue Stollenbohrung begonnen. Aber es zeigte sich, dass die Ausbeute nicht wirtschaftlich war. Der Betrieb wurde 1913 eingestellt und nach einem weiteren Versuch 1914 endgültig aufgegeben. Von 1919 bis 1925 versuchte man einen Neubeginn, der im Abverkauf der oberirdischen Anlagen endete.

Aus dem ehemaligen Berghaus der Knappen wurde das Seekarhaus.

Weblinks

Quelle