Eduard Portheim

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Stolperstein für Eduard Portheim am Makartplatz Nr. 6

Dr. Eduard Portheim (* 15. Oktober 1910 in Wien; † 23. Februar 1942, Schloss Hartheim (ermordet) war Jude und ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Leben

Portheim arbeitete als Jurist in Wien und war ab 1938 in der Stadt Salzburg, unter der Adresse, Makartplatz 6, gemeldet. Im gleichen Jahr flüchteten seine Eltern, Elisabeth und Leopold, sowie seine jüngere Schwester Susanne, nach England. Andere Verwandte hatten weniger Glück: Victor Goldschmidt, einer seiner Onkel starb eines natürlichen Todes, dessen Frau Leontine setzte ihrem Leben 1942 selbst ein Ende. Friedrich und Emil, Victors Brüder, starben in Konzentrationslagern.

Warum Portheim als jüdischer Jurist in der NS-Zeit in Salzburg lebte, ist nicht ganz genau eruierbar. Im Haus Makartplatz 6 wohnte die Familie Junger, welche mit Friederike von Winternitz befreundet war. Josefine Junger hatte drei Töchter. Mathilde, sowie die Zwillinge Roswitha und Ida. Zu Ida soll Portheim eine Freundschaft entwickelt haben.

Im Jahr 1940 wurde Portheim verhaftet und nach Dachau deportiert, wo die Registration am 16. Oktober 1940 erfolgte. Am 23. Jänner 1941 erfolgte die Verlegung nach Neuengamme, am 14. September des gleichen Jahres die Rückkehr nach Dachau. Am 23. Februar 1942 wurde Portheim nach Schloss Hartheim gebracht und dort ermordet.

1936 hatte sich Portheim den akademischen Grad Dr. jur., an der Juridischen Fakultät in Wien erworben. Dieser wurde ihm jedoch 1941 aberkannt und erst im Jahr 2008 posthum wieder zuerkannt.

Zum Gedenken an Eduard Portheim wurde am 22. März 2012 am Makartplatz Nr. 6 ein Stolperstein verlegt.

Quelle