Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt

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Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Feldkirchen in Ainring
Feldkirchen, Gemeinde Ainring, im Hintergrund mit der Stadt Salzburg

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt befindet sich im Ortsteil Feldkirchen der Gemeinde Ainring im Rupertiwinkel in Bayern.

Geschichte als Wallfahrtsort

Feldkirchen hat eine eigene Pfarrei. Der sehr markante Turm der Pfarrkirche Feldkirchen gibt dem Ort eine besonders charakteristische Ansicht. Vom 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Feldkirchen ein bekannter Wallfahrtsort. Die Kirche zu „Unserer Lieben Frau“ zählte bis ins 18. Jahrhundert hinein zu den bedeutendsten Gnadenorten im gesamten Salzburger Erzstift.

Mit den Bauernkriegen, die das Erzstift heimsuchten, und durch die aufkommende Reformation kam die Marien-Wallfahrt schon bald der Errichtung der Wallfahrtskirche aber wieder zum Erliegen. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts als Feldkirchen zur bevorzugten Gnadenstätte des Klerus, des Adels und der gehobenen Bürgerschicht der nahegelegenen Residenzstadt Salzburg aufstieg, nahm die Wallfahrt wieder einen Aufschwung. Die Folgen führten zu einer reichen barocken Ausstattung der Kirche. Der rege Besuch der Wallfahrtskirche hielt bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhundert an, dann verlor die Kirche an Bedeutung. Dieser Niedergang war mit dem Aufblühen anderer Gnadenstätten in der Umgebung (Maria Plain, Maria Mühlberg in Waging am See und Maria Ponlach in Tittmoning) verbunden. Mit der Aufklärung im ausgehenden 18. Jahrhundert fand die Wallfahrt schließlich ihr Ende.

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche

Das Marien-Patrozinium deutet auf das Hochmittelalter, also auf das 11. und 12. Jahrhundert als Entstehungszeit der Kirche hin.

Beim Einbau der Kirchenheizung im November 1970 wurden Mauerreste vorgefunden, die den Schluss zulassen, dass es sich hierbei um die Fundamente eines kleinen romanischen Vorgängerbaues handelt, der im frühen 15. Jahrhundert einem größer angelegten gotischen Bau weichen musste. Das genannte Weihedatum 1420 wird noch durch das Fragment eines Kreuzigungsfreskos im Turmuntergeschoss, dem heutigen Kircheneingang, das stilistisch dem frühen 15. Jahrhundert zuzuordnen ist, bekräftigt. Damit ist zugleich der Beweis erbracht, dass der Turm der älteren Bauperiode angehört, wofür auch die bis zur Höhe des Kirchendaches reichenden Schartenfenster sprechen.

Der Neubau der Kirche erfolgte um 1516 noch unter dem baufreudigen Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach. 1521 wurde er unter Fürsterzbischof Kardinal Matthäus Lang fertiggestellt. Am 29. September 1521, am Tag des hl. Michael, wurde sie durch den Bischof von Chiemsee Berthold Pürstinger geweiht. Dass künftig nicht der St. Michaelstag als Kirchweihtag begangen wurde, sondern nach wie vor der Weiße Sonntag (Weihetag von 1420), spricht für die Erinnerung an den Vorgängerbau.

Bildergalerie

Quellen