Franz Anton Ignaz Freiherr von Kürsinger

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Franz Anton Ignaz Freiherr von Kürsinger (* 21. November 1727 in Heggbach [bei Biberach in Württemberg, Deutschland]; † 15. September 1799 in Salzburg) war von 1774 bis 1796 Salzburger Hofkanzler.

Werdegang

Er studierte die Rechte in Dillingen (Württemberg). Er machte als Auditor bei dem vorderösterreichischen Regiment Wolfegg den Siebenjährigen Krieg (1756 – 1763) mit. Darauf wurde er fürstbischöflicher Hofrat zu Konstanz (heute Baden-Württemberg). Der damalige Fürstbischof Kardinal Roth schickte ihn zur Visitation des Reichskammergerichts nach Wetzlar (heute Hessen, Deutschland), wo ihn der damalige k.k. Visitationskommissär (nachmalige Reichsvizekanzler) Franz de Paula Gundaker Fürst von Colloredo-Mannsfeld kennenlernte. Als dessen Bruder, der neu geweihte Salzburger Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo, sich nach einem Referendar in weltlichen Angelegenheiten umhörte, empfahl Franz de Paula Gundaker ihm Franz Anton von Kürsinger.

Laufbahn und Wirken in Salzburg

Der Fürsterzbischof stellte Franz Anton von Kürsinger vorerst, im Dezember 1773, im Kabinett als Referendar und Sekretär an. Nachdem jedoch Joseph Gottfried Graf von Saurau, bisheriger Comitial- und Directorial-Gesandter, zum Domdechanten gewählt worden war, erhielt seine Stelle der bisherige Hofkanzler Felix Anton von Mölk, und Franz Anton von Kürsinger wurde – es war das Jahr 1774 – zum salzburgischen Hofkanzler ernannt.

Im Jahr 1776 wurde Franz Anton von Kürsinger in den Reichsfreiherrenstand erhoben.

Zu den Verdiensten von Kürsingers gehörte es, die Beziehungen zu den mächtigen Nachbarn Österreich und Bayern zu verbessern, den Steuersatz neu zu regeln und an den kirchlichen Reformen des modern denkenden Erzbischofs mitzuwirken.

Familie

Franz Anton von Kürsinger war (durch seinen Bruder Franz Bernhard) der Großonkel des Beamten, Schriftstellers und Bergfreundes Ignaz (von) Kürsinger.

Quellen