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Friedrich I. Barbarossa

Romanisches Relief mit Kaiser Friedrich Barbarossa im Kreuzgang von des Augustiner Chorherrenstifts St. Zeno in Bad Reichenhall

Friedrich I. Barbarossa (* um 1122; † 10. Juni 1190 im Fluss Saleph nahe Seleucia, Armenisches Königreich von Kilikien) stammte aus dem Adelsgeschlecht der Staufer.

Inhaltsverzeichnis

Bedeutung

Er war von 1147 bis 1152 als Friedrich III. Herzog von Schwaben, von 1152 bis 1190 römisch-deutscher König und von 1155 bis 1190 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Den Beinamen „Barbarossa“ (italienisch für Rotbart) erhielt er in Italien wegen seines rötlich schimmernden Bartes.

Salzburgbezug

Der spätere Salzburger Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach wurde vom Kaiser zum Erzbischof von Mainz (Konrad I.) ernannt.

1156 bestätigte der Kaiser dem Stift der Berchtesgadener Augustiner Chorherren die Forsthoheit, das Jagd-, Fischerei- und Weiderecht.

Als es zwischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Papst Alexander III. zu einem schweren Zerwürfnis kam, wurden die Salzburger Erzbischöfe erneut zu Führern der päpstlichen Partei im Reich. Schon Erzbischof Eberhard I. von Biburg stand klar auf der Seite des Papstes. Nur sein außerordentliches Ansehen schützte ihn zuletzt vor harten kaiserlichen Strafmaßnahmen. Barbarossa verhängte 1166 aber dann über den Nachfolger Eberhards, seinen Onkel, Erzbischof Konrad II. von Babenberg, am 29. März 1166 beim Reichstag im Schloss Laufen die Reichsacht. In der Nacht vom 4. auf 5. April 1167 wurde die Stadt Salzburg durch einen Brand zerstört, den angeblich die Grafen von Plain als kaiserliche Parteigänger gelegt hatten. Der Kaiser nahm 1169 Salzburg unter seine direkte Verwaltung und ließ 1174 seinen Neffen, Erzbischof Adalbert III., absetzen.

Im Februar 1170 war der Kaiser selbst in in Salzburg. Zuvor hatte er sein Lager bereits 1169 in Salzburghofen (Freilassing) aufgeschlagen. Am 20. Februar 1172 eröffnete Friedrich in Salzburg den Hoftag. Gewohnt hat er bei seinen Aufenthalten in der Stadt Salzburg in der Pfalz am Waagplatz.

An seinen Aufenthalt im Raum Salzburg erinnert heute noch im Kreuzgang vom Augustinerchorherrenstift St. Zeno in Bad Reichenhall das steinerne Portrait des Kaisers.

Sagen

In der Sage Kaiser Karl im Untersberg ist vermutlich mit dem Kaiser Karl Kaiser Karl der Große gemeint. Es kommen aber auch noch die Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Kaiser Karl V. in Frage.

Weiterführend

Für Informationen zu Friedrich I. Barbarossa, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen