Greischbergerhof

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Greischbergerhof, Dezember 2012.
Greischbergerhof, Oktober 2014.

Der Greischbergerhof ist ein bäuerliches Anwesen mit angeschlossenem Restaurant und der Möglichkeit "Urlaub am Bauernhof".

Geschichte

Der eigentliche Hofname ist Hurerbauerngut und ist urkundlich 1609 erstmals erwähnt. Es gehörte zu den Grundherrschaften Lasser von Zollheim. 1846 wurde es freieigen. Der Hofname geht wahrscheinlich auf den früheren Besitzer mit Namen Hurer (1609–1712) zurück. Am 15. September 1948 erwarben Maria und Anton Greischberger (Großvater) den Hof und übergaben ihn am 14. Jänner 1986 an ihren Sohn Anton (Vater) und seiner Frau Hildegard. Heute arbeitet deren Sohn Anton am Hof und in der dazugehörenden Toni's Bauernschenke, die mit Baubewilligung vom 17. Juni 1996 errichtet wurde.

Der gastronomische Beherbergungsbetrieb nennt sich Greischbergerhof oder auch Greischbergerhof Toni's Bauernschenke. Bekannt ist der Greischbergerhof für seine Tiere, die man in einem Freigehege sehen kann (Ziegen, Hühner sowie eine Esel). Der Hof ist ein Biobauernhof, die Bio-Rinder züchtet. Das Biofleisch wird im Restaurant verarbeitet. Es gibt auch einige Zimmer sowie einen großen Swimmingpool und einen Kinderspielplatz.

Anton Greischberger beschäftigt zwölf Angestellte. Als Landwirt bearbeitet er rund 30 Hektar. Die vor ein paar Jahren vergrößerte Biolandwirtschaft zählt 40 Rinder und 40 Schweine. Die Produkte werden im Gasthaus verwertet oder ab Hof verkauft. Außerdem bietet der leidenschaftliche Jäger Wildfleisch an.

Nach dem Großbrand 2019 (siehe unten) errichtete Anton Greischberger junior ein neues Gebäude, das Zimmer für Urlaub am Bauernhof bietet. Es wurde im Juli 2020 fertiggestellt. Die Zimmervermietung und Büroarbeit besorgt seine Frau Theresia Greischberger. Die Bauzeit betrug vier Monate.

Großbrand

Bilder vom Großbrand, 01:45 min Video
Der Greischbergerhof am Tag nach dem Brand im Oktober 2019.
Der Greischbergerhof am Tag nach dem Brand im Oktober 2019.

Beim Großbrand des Greischbergerhofes, der gegen 22:45 Uhr am Samstag, den 12. Oktober 2019 ausbrach, waren 148 Feuerwehrleute mit 19 Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehren der Freiwilligen Feuerwehren Straßwalchen mit dem Löschzug Steindorf, der Feuerwehr Köstendorf mit den Löschzügen Tannham und Tödtleinsdorf sowie der Feuerwehr Eugendorf mit dem Einsatzleitfahrzeug standen seit Mitternacht im Einsatz. Mit insgesamt vier Saugstellen aus dem Pfongaubach und mit Einsatz der Drehleiter der Freiwillige Feuerwehr Straßwalchen (Hauptwache) konnte der Brand um 00:44 Uhr, also nur etwas mehr als einer Stunde nach Alarmierung, zunächst unter Kontrolle und in weiterer Folge abgelöscht werden. Um 03:30 Uhr war der Brand gelöscht.

Es wurden keine Personen verletzt, die elf Schweine, die sich im Stall befanden, konnten rechtzeitig ins Freie gebracht werden. Noch am Sonntagvormittag waren Einsatzkräfte mit Nachlöschungen beschäftigt. Auch gab es noch merkbare Rauchentwicklung. Der schwerst beschädigte Dachstuhl wurde noch in der Früh am Sonntag abgerissen, um eine Gefährdung durch einen möglichen Einsturz ausschließen zu können.

Einsatzleiter war Ortsfeuerwehrkommandant Herbert Maderegger. Mehr als zwölf Stunden nach Ausbruch des Brands waren Maderegger und seine Kameraden noch immer an Ort und Stelle. Sie mussten Nachlöscharbeiten durchführen. Denn im Heu loderten noch immer Glutnester. "Brand aus" hieß es erst im Laufe des Nachmittags.

Sonntagfrüh begann der Brandsachverständige Walter Kittl im Auftrag der Staatsanwaltschaft nach Spuren, die auf die Ursache hindeuten könnten, zu suchen. Der Schaden an dem betroffenen Gebäude wird auf rund eine halbe Million Euro geschätzt.

Der Hof gehört der Familie des Obmanns des Neumarkter Tourismusverbands Anton Greischberger senior. Dass im Stall ein Feuer ausgebrochen ist, kann sich der Altbauer nicht erklären. Er kenne seinen Hof und meint, das Heu sei es nicht gewesen, der Strom auch nicht. Der Heukran war ebenfalls seit gut zwei Wochen nicht mehr in Gebrauch gewesen. Das schwer beschädigte Bauernhaus muss nun abgerissen werden.

Weblinks

Quellen