Hammerauer Moor

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Das Hammerauer Moor stellt einen der letzten noch weitgehend naturnahen Reste des seinerzeit ausgedehnten Leopoldskroner Moores (Leopoldskroner Moos) und gleichzeitig das größte Hochmoor- und Moorwaldgebiet im Bereich der Stadt Salzburg dar.

Allgemeines

Das Leopoldskroner Moor zeichnet sich durch die Fülle organisch-natürlicher Wirkstoffe, Huminsäuren, Spurenelementen und Mineralstoffen aus 350 verschiedenen Pflanzen, Wurzeln und Kräutern aus.

Das Hammerauer Moor

Ansicht des Hammerauer Moores vom Untersberg aus: im Süden die Autobahn, im Osten von der Moosstraße begrenzt

Das Hammerauer Moor nördlich der Hammerauer Straße ist heute Naturschutzgebiet. Auch die verstreut liegenden verschiedenen Moor-Streuwiesen sind naturschutzfachlich sehr wertvoll. Zum Erhalt und zur Sicherung der Moorflächen ist eine ausreichende und gleichbleibende hohe Feuchtigkeit Voraussetzung.

Es hat noch eine Fläche von 31,6160 ha.

Geschichte

Dieses Moor hieß früher Wildmoos oder Filzmoos (Viltzmoos) oder auch Untersberger Moos[1].

Seit 1160 wurde von einem hölzerne Zuleitungskanal durch das Leopoldskroner Moor bis zum Rosittenbach auf eine Gesamtlänge von etwa vier Kilometer Wasser durch den Mönchsberg nach St. Peter geleitet - einer der ersten Teile des Almkanals.

Das Lepoldskroner Moos südlich des Mönchsberges und des Rainberges wurde in besonders stadtnahen Teilen des Riedenburger Moores bereits unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau nach 1598 teilweise entwässert. Weitere nennenswerte Teile wurden aber erst ab dem 18. Jahrhundert entwässert und danach schrittweise kultiviert. Der maßgebliche Schritt zur Kultivierung des Moores war aber die Kanalisierung und Tieferlegung der Glan, die zwischen 1932 und 1950 erfolgte.

An einem kleineren Fischweiher, der durch den Abbau von Torf entstanden war, ließ Fürserzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian ein Lustschloss für seine Familie errichten (Schloss Leopoldskron). Damals kaufte der Fürsterzbischof für sein Adelsgeschlecht (vor allem für seinen Neffen Laktanz Firmian und dessen Familie) das gesamte Wildmoos schrittweise auf. Daraufhin bürgerte sich nach dem Vornamen des Fürserzbischofs allmählich der Name Leopoldskroner Moos ein.

Das Leopoldskroner Moos reicht bis zum Fuß des Untersberges. Im Moos wurde einst viel Torf abgebaut und noch immer wird kleinräumig für Kurzwecke Torf abgebaut. War zuerst das Moor als ungesund und krankheitserregend in Verruf, wurde nun sein Heilwert erkannt. Heute ist der Landschaftsraum vor allem Wohnvorort und Erholungsraum.

Bis in die 1930er Jahre schlängelte der Glanbach ungebändigt durch das Leopoldskroner Moor.

Quellen

Einzelnachweise