Glanbach

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Bild
Glanbach.jpg
Basisdaten
Länge: 13,7 km (ohne Glankanal)
Quelle: Untersbergstock
Quellhöhe: ca. 450 m ü. A.
Mündung: in der Stadt Salzburg in die Salzach
Mündungshöhe: 424 m ü. A.
Höhenunterschied: 26 m

Die Glan, selten, aber laut derzeit amtlichen Quellen auch Glanbach bezeichnet[1], bei den Salzburgern jedoch nur als Glan bekannt, ist ein Bach, der vom Fuß des Untersbergstocks im südlichen Flachgau durch die Stadt Salzburg in die Salzach fließt.

Geografie

Verlauf

Der Glanbach entsteht heute, d. h. nach der Regulierung von Moorgewässern und der Entwässerung von Moorflächen, im Raum von Fürstenbrunn am Zusammenfluss zweier Gebirgsbäche des Untersbergs des Küh- und des Brunnbachs nahe des Untersbergmuseums. Von dort fließt, weitgehend begradigt, der Bach zunächst durch das Gemeindegebiet von Grödig, dann kurz durch das Gemeindegebiet von Wals-Siezenheim, bevor er die südöstliche Grenze des Walser Gemeindegebiet zur Stadt Salzburg im Bereich des Salzburger Stadtteils Leopoldskroner Moos bildet.

Südlich des Flughafens Salzburg erreicht er dann den Stadtteil Maxglan und fließt entlang der Kendlerstraße, vorbei an der Stieglbrauerei und der alten Maxglaner Feuerwache unter den Gleisen der Westbahn hindurch, um zum Grenzbach zwischen den Stadtteilen Liefering und Lehen zu werden. Westlich der Ignaz-Harrer-Straße teilt sich der Bachlauf in die Altglan und den in gerader Richtung weiterlaufende Glankanal, der unterhalb des Traklsteges in die Salzach mündet.

Der alte Bachlauf hingegen biegt nach Norden ab und quert die Münchner Bundesstraße, um entlang der Lieferinger Hauptstraße nach Altliefering zu fließen und dann, vorbei an den Salzachseen und der Nachwuchsakademie von Red Bull knapp südöstlich des Saalachspitzes in die Salzach zu münden.

Nebengewässer

Brücken

Geschichte

Namensgebung

Der Name Glan stammt wohl aus dem Keltischen und bedeutete so viel wie klares, reines Wasser. Im Mittelalter hieß die Gemeinde Maxglan vielfach nur "Glan" (bzw "glana"), der heutige Name lässt sich ab dem 15. Jahrhundert vom Kirchenpatron Maximilian (Maximilian an der Glan) herleiten.

Ereignisse

Der Glanbach in Lehen, Panoramabild

1932 machte man sich daran, den Bachlauf zu regulieren. Zweck der Regulierung war im Unterlauf die Verbesserung des Hochwasserschutzes, weil die Stadtteile Maxglan, Liefering und Lehen nicht selten von den Hochwasser der Glan überschwemmt wurden, im Raum des Leopoldskroner Moores diente die Regulierung der Entwässerung des Moores und damit der Schaffung neuer Flächen für den Ackerbau. Gleichzeitig verschlechterte sich dadurch aber der Hochwasserschutz. Bis 1951 wurde der gesamte Flusslauf reguliert. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Arbeiten wesentlich auch von Zwangsarbeitern - vornehmlich Roma und Sinti aus dem Zigeunerlager Maxglan durchgeführt. Am 30. Juli 1955 wurde nach 21 Jahren die Glanregulierung abgeschlossen, die bereits im Jahr 1934 begonnen wurde.

Heute gibt es Bestrebungen, Teile des Glanbaches entlang des Leopoldskroner Moores ansatzweise zu revitalisieren. Am 4. Februar 2008 wurde im Bereich Hammerauerbrücke bis Glansiedlung damit begonnen auf einem 350 Meter langen Abschnitt des Glanbaches die Verbauung des Bachlaufs zurückzubauen. Die Arbeiten dauerten bis Mai 2008. Ein weiterer Rückbau bis zur Stieglbrauerei ist geplant.

Die Regulierung der Glan

naturnaher Rückbau der Glan auf der Höhe der Rauchmühle

Der Glanbach trat früher immer wieder im Bereich Maxglan und Liefering bei Hochwasser über die Ufer. Eine besonders große Überschwemmung im Jahr 1924 führte zur Entscheidung, den Verlauf des Glanbaches zu regulieren. Für die Verbesserung des Hochwasserschutzes war aber nur die Regulierung des Glan unterhalb des Ortes Maxglan sinnvoll. Die Regulierung oberhalb des Ortes diente ausschließlich der Entwässerung des Moores. Mit diesem Schritt Nach intensiven Bemühungen von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl und Landesrat Josef Hauthaler erfolgte dazu am 24. November 1933 der Spatenstich. Angesichts der damaligen Arbeitslosigkeit hatte der Bau auch eine beschäftigungspolitische Bedeutung, weil er für über 300 Personen Arbeit brachte. Die Regulierung erfolgte in mehreren Abschnitten. Durch die Verbauung verkürzte sich der Glanbachverlauf um ca. drei Kilometer. Mit der Regulierung der Nebenbäche aus den Walser Wiesen wurde die Glanverbauung abgeschlossen Abbildung der Schautafel "Die Glan und ihre Regulierung" vom Lieferinger Kulturwanderweg).

Nach den beiden Abschnitten 2008 und 2011 im Stadtteil Leopoldskroner-Moos wurde im Jahr 2016 der Glanbach in Maxglan auf Höhe Rauchmühle, zwischen Eisenbahnbrücke und Ignaz-Harrer-Straße, auf einer Länge von ca. 300 m naturnah rückgebaut. Finanziert wurde der Großteil des Projektes durch eine naturschutzrechtlich vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahme. Die Stadtgemeinde Salzburg leistete dazu einen Beitrag von rund 120.000 €.

Zum Abschluss der Regulierung des Glanbaches wurde von der Bundeswasserverwaltung des Amtes der Salzburger Landesregierung zur Erinnerung an die Verdienste von Landesrat Josef Hauthaler die Hauthalerkapelle errichtet.

Bildergalerie

weitere Bilder

 Glanbach – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Anmerkung