Herkulesgrotte

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Die Statue von Herkules.
Karte
Fresken an den Wänden der Grotte.

Die Herkulesgrotte ist ein Rest des ehemaligen Lustgartens Dietrichsruh westlich der Alten Residenz in der Altstadt der Stadt Salzburg und zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Der Herkulesgrotte ließ sich Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau an den Bau der Alten Residenz im Westen anschließend um 1606 einen Lustgarten, die Dietrichsruh, errichten. Vom Garten Dietrichsruh ist allerdings kaum mehr etwas erhalten und es ist wenig über seine genaue Anlage und sein früheres Aussehen bekannt. Nur die Grotte im an den Toskanatrakt angrenzenden Hof und die Ausstattung der Sala terrena lässt noch auf die verschwundene Pracht schließen. In der Nische befindet sich nun seit vielen Jahren wieder (?) eine Herkulesfigur, die einst zum Garten Dietrichsruh gehörte und eine der erlesensten Plastiken in Salzburg aus der Zeit des 16. Jahrhunderts ist.[1]

Die Herkulesfigur wurde aus weißem Marmor zwischen 1600 und 1612 von einem unbekannten Bildhauer gearbeitet. Sie stand von 1792 bis 1952 im Park von Schloss Klessheim, seit 1952 steht sie in der Grottennische der Dietrichsruh.[2] [3]

Der früher allseitig geschlossene und von außen nicht einsehbare Garten Dietrichsruh war reichlich Figuren, Wasserbecken, tuffstein-Grotten, Gartenräumen mit Stuckornamenten usw. versehen. Die Hauptachse des Gartens verlief in Ost-westlicher Richtung. Die heutige "Herkules-Nische", war das Mittelstück von drei Nischen in der Ostfassade, die Figur des Herkules ist die einzige aus der Dietrichsruh stammende Plastik.[4]

Bilder

 Herkulesgrotte (Salzburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

  • Quelle ist der Originalartikel, der ursprünglich von einem nun anonymen Benutzer als erster Bearbeiter erstellt wurde. Näheres siehe hier;

Einzelnachweise

  1. Hoppe: Der Herakles aus Wolf Dietrichs Gartennische, aaO, Seite 6
  2. Eva Berger: Historische Gärten Österreichs, Böhlen Verlag Wien-Köln-Weimar, 2003, ISBN 3-205-99352-7, Seite 251, Salzburger Residenzhöfe
  3. Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden, vorzüglich für Ausländer und Reisende, von Lorenz Hübner, Verlag der Mayrischen Buchhandlung, Salzburg, 1794, Seite 190
  4. Walter Schlegel in Baudokumentation Universität und Ersatzbauten