Hildegard Strohmeyer

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Hildegard Strohmeyer-Eder (* 8. Mai 1966 in der Stadt Salzburg) ist freiberufliche Dolmetscherin und Übersetzerin und tritt für den ASVÖ Fechtclub Salzburg (AFCS) als Fechterin an. Ihre Spezialwaffe ist der Degen.

Leben

Hildegard besuchte die Volksschule in Salzburg-Taxham und das Musische Gymnasium Salzburg, an dem sie im Jahr 1984 mit gutem Erfolg maturierte.

Nach einem Auslandsaufenthalt in Caracas (Venezuela) absolvierte sie an der Universität Wien ein Übersetzerstudium für Spanisch und Portugiesisch, das sie im Jahr 1992 mit der Diplomarbeit „El juego de pelota prehispánico – Das prähispanische Ballspiel“ (für die sie ein Mexiko-Stipendium des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung erhalten hatte) abschloss.

In ihrer Jugend war sie Schwimmerin und Fünfkämpferin gewesen, war z. B. Weltcup-Teilnehmerin im texanischen San Antonio; während ihrer ersten Schwangerschaft kehrte sie aber dem Fünfkampf den Rücken und wandte sich dem Degen zu, den auch ihr Ehemann Arno Strohmeyer (zweifacher Olympiateilnehmer) zu führen versteht. Sie trainierte bei Adam Kiss-Orsky, der beim WAT (Wiener Arbeiter Sport- und Turnverein) engagiert war.

Beruflich war Hildegard Strohmeyer nach ihrem Studium als Reiseleiterin für das Tourismusunternehmen „Vienna Sightseeing Tours“ tätig.

1996 übersiedelte das Paar mit seinen zwei Söhnen nach Leipzig, wo Arno eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas antrat. Hildegard arbeitete als Dolmetscherin und Übersetzerin und widmete sich weiterhin dem Fechtsport –zweimal gewann sie die sächsische Rangliste, zweimal wurde sie Zweite.

Von 2001 bis 2007 war Arno Strohmeyer Wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der Universität Bonn, und Hildegard trainierte beim renommierten Olympischen Fechtklub Bonn.

Im Jahr 2007 folgte Arno einem Ruf auf den Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit der Universität Salzburg, und so kehrte Hildegard mit ihm in ihre Heimatstadt Salzburg zurück. Hier arbeitet sie weiterhin als Dolmetscherin und Übersetzerin für Spanisch und Portugiesisch und erteilt auch Unterricht in diesen Sprachen.

Am Fechten schätzt sie vor allem die „Kombination von Körper und Geist“ – „Ich empfinde beim perfekten Treffer große Befriedigung. Das ist fast genauso schön wie ein Sieg!“.

Hildegard Strohmeyer war in den Jahren 2007, 2008 und 2016 Salzburger Landesmeisterin am Degen sowie 2012 am Säbel.

Ihren spektakulärsten Wettkampferfolg erzielte sie am 11. Oktober 2016: Bei der Fecht-Weltmeisterschaft 2016 der Senioren in Stralsund wurde sie mit dem Degen in der Kategorie 50+ unter 47 Starterinnen aus 17 Nationen Weltmeisterin. Zunächst gewann sie vier von fünf Gefechten, eines verlor sie knapp mit 5:4. Mit einem Freilos erreichte sie die Runde der besten 32 und besiegte nacheinander eine Spanierin, die fünftgesetzte Schwedin sowie zwei Französinnen, schließlich im Finale klar auch die Ungarin Judit Gyiurkan.

Quellen

Weblinks